Kommentar

Verlässlichkeit zählt

Heike v. Brandenstein zur Wahl der CDU-Direktkandidatin

Von 
Heike von Brandenstein
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Die CDU im Wahlkreis Odenwald-Tauber hätte es sich leichter machen und ihre Direktkandidatin längst küren können – vor dem großen Showdown auf Bundesebene zwischen Laschet und Söder. Deren Gerangel im Konzert der Eitelkeiten hatte Parteimitgliedern einen Ausdruck von Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben und die Motivationskurve sinken lassen.

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Bei der späten Kür im Wahlkreis Odenwald-Tauber hatten die Delegierten sowohl dieses Desaster als Schattenkulisse im Hinterkopf als auch den hausgemachten Zwist im Stadtverband Tauberbischofsheim. Der war letztlich für die Verzögerung verantwortlich: Die dortige Delegiertenwahl hatte wegen des Vorwurfs der Manipulation zur Anfechtung geführt, das Parteigericht eine Wiederholung angeordnet. Eine durchaus mögliche interne und geräuschlose Klärung wurde versäumt.

Ohne Frage gehört Konkurrenz zum demokratischen Diskurs. Doch im Wahlkreis 276 geht es auch um den von der CDU selbst verordneten Wahlmodus. Der sieht einen Wechsel zwischen den Kreisen bei der Kür des Bundestagskandidaten vor. Letztes Mal hatte Nina Warken zugunsten von Alois Gerig verzichtet und war nach einem Jahr ins Parlament nachgerückt. Nach Gerigs Rückzug wäre sie nach CDU-Lesart jetzt die Nummer 1 aus dem Main-Tauber-Kreis.

Das sah die Mehrheit der Delegierten am Freitag wohl auch so. Das eindeutige Ergebnis pro Warken beweist, dass ihre Arbeit und Kompetenz geschätzt wird und Verlässlichkeit zählt. Frau-, Mutter- und Jung-Sein stehen nicht nur bei den Grünen hoch im Kurs.

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Redaktion Zuständig für die Kreisberichterstattung Main-Tauber