Übung „Schneller Degen 21“

Verladung erfolgt am Samstag

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Tauberbischofsheim. In einer multinationalen und computerunterstützten Simulation machen sich Divisions- und Brigadestäbe mit 670 Soldaten fit für den Ernstfall. Zum Auftakt werden 120 Fahrzeuge in Tauberbischofsheim, Bodenwöhr und Marienberg verladen, um sie mit vier Zügen nach Litauen zu bringen.

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Es ist eine Herausforderung: Die multinationale Übung „Schneller Degen 21“, bei der die 10. Panzerdivision aus Veitshöchheim übt, sich einer fiktiven Bedrohung an der Ostflanke der Nato entgegenzustellen, wurde inmitten der Corona-Pandemie geplant und wird unter Einhaltung strenger Hygiene- und Quarantänebestimmungen umgesetzt. Das Übungsszenario im Baltikum geht davon aus, dass der fiktive Staat „Bothnia“ von Norden her die Verbündeten im Baltikum bedrohe. Deshalb wird die 10. Panzerdivision zusammen mit litauischen, US-amerikanischen und niederländischen Partnern in diesem Raum eingesetzt.

„Schneller Degen 21“ ist die erste Stabsrahmenübung der 10. Panzerdivision mit Gefechtsständen im Ausland. Kein leichtes Unterfangen, aber auch eine Verpflichtung für die „Zehnte“: Mit der Übung setzt sie das klare Signal, dass die Bundeswehr auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Nato-Verbündeten steht und sie demonstriert damit die Bedeutung der Bündnissolidarität aus der Sicht Deutschlands.

Für den Aufbau der Gefechtsstände und Führungseinrichtungen müssen rund 1000 Tonnen Material mit dem Zug und auf der Straße ins Baltikum gebracht werden. Für die zweiwöchige Kernphase der Übung Mitte bis Ende Juli laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In Litauen werden Operationszentralen aufgebaut, die – ausgestattet mit dem neuen digitalen Führungsinformationssystem „SitaWare“ – die simulierte Truppe führen. Im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken ist die andere Hälfte der Übungsorganisation stationiert. Dort wird die Simulationstechnik betrieben.

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