„Liebliches Taubertal“ - Neue Studie des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr / Deutlich mehr Übernachtungen in der Region Tourismuswirtschaft wächst kräftig

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Der Tourismusverband Franken lässt regelmäßig die wirtschaftlichen Auswirkungen des touristischen Geschehens untersuchen. Auch für das „Liebliche Taubertal“ liegen Zahlen vor. © Peter Frischmuth

Der Tourismusverband Franken lässt regelmäßig die wirtschaftlichen Auswirkungen des touristischen Geschehens untersuchen. Auch für das „Liebliche Taubertal“ liegen Zahlen vor.

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Main-Tauber-Kreis. Die Region gehört zu den 16 fränkischen Landschaften. Der Vergleich von 2014 zu 2017 belegt in allen Bereichen kräftige Umsatzzuwächse.

„Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, von dem nicht nur das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Verkehrsunternehmen, Reiseveranstalter und Reisevermittler profitieren, sondern nahezu alle Wirtschaftsbereiche vom Handwerk bis zum Handel, vom Dienstleistungs- bis zum produzierenden Gewerbe“, heißt es im Geschäftsbericht des TV Franken von 2017. Daher werden die regelmäßigen Untersuchungen durchgeführt, mit denen das dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr) mit Sitz in München beauftragt wird.

Gastgewerbe profitiert

Nach der aktuellen Studie generierte der Tourismus in Franken im Jahr 2017 einschließlich des Segments „Verwandten-/Bekanntenbesuche“ einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro. Am stärksten profitiert hierbei das Gastgewerbe mit einem Anteil von 42 Prozent, gefolgt vom Einzelhandel mit 38,4 Prozent. Auf den Dienstleistungssektor entfallen rund 19,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis hat auch das „Liebliche Taubertal“ beigetragen.

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In der Untersuchung wird ausschließlich auf den baden-württembergischen Teil des Taubertals eingegangen. Die dem Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ angehörenden bayerischen Städte, unter anderem Rothenburg ob der Tauber, sind in der Untersuchung dem Verband „Romantisches Franken“ zugeordnet.

Wesentlicher Bestandteil der Untersuchung sind die touristischen Umsätze in den Marktsegmenten Camping und Reisemobilisten, Privatvermieter und gewerbliche Häuser mit weniger als zehn Betten, gewerbliche Betriebe mit mehr als zehn Betten sowie Tagesreisen. „Ich freue mich sehr, dass wir in allen Sparten im Vergleich zu 2014 tolle Zuwächse erreichen konnten“, erklärt Landrat Reinhard Frank als Vorsitzender des Tourismusverbands „Liebliches Taubertal“.

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Es wurden insgesamt rund 7,6 Millionen touristische Aufenthaltstage im baden-württembergischen Teil des „Lieblichen Taubertals“ festgestellt. Daraus ergibt sich ein Bruttoumsatz von rund 320 Millionen Euro.

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Hierbei werden die Camping- und Reisemobilistengäste mit einem Satz von 41,20 Euro pro Tag, die Gäste in den Privatzimmern mit 80,90 Euro pro Tag und die Nutzer gewerblicher Übernachtungsangebote mit 137,50 Euro Tagesausgaben zugrunde gelegt. Die Tagesreisen sind mit sechs Millionen Euro und einem Tagesausgabensatz von 25,50 Euro angenommen. „Rechnen wir die bayerischen Städte und Gemeinden hinzu, dann steigert sich das touristische Geschehen auf nahezu 450 Millionen Euro Umsatz“, bekräftigt Jochen Müssig, Geschäftsführer des Tourismusverbands „Liebliches Taubertal“.

In der Untersuchung wird auch festgelegt, dass rund 6100 Menschen ihr durchschnittliches Primäreinkommen aus dem Tourismus erwirtschaften können. Hierbei wird ein durchschnittliches Einkommen pro Jahr von 26 036 Euro zugrunde gelegt.

„Mit den bayerischen Städten und Gemeinden steigt diese Zahl auf rund 8600 Beschäftigte“, sagt Landrat Reinhard Frank.

Der Zeitvergleich für die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ 2014 zu 2017 belegt Zuwächse in allen Bereichen. So ergeben sich folgende Kennziffern:

Zahl der Übernachtungen gegen Entgelt: (gewerbliche Betriebe, Privatquartiere und Camping) – plus 3,2 Prozent.

Bruttoumsätze aus dem Übernachtungstourismus: plus 6,8 Prozent.

Tagesbesucher: plus 33,3 Prozent.

Bruttoumsätze aus dem Tagestourismus: plus 35,4 Prozent.

Bruttoumsätze Gastgewerbe: plus 12,1 Prozent.

Bruttoumsätze Einzelhandel: plus 33,1 Prozent.

Bruttoumsätze sonstige Dienstleistungsbereiche: plus 16,4 Prozent.

Touristischer Einkommensbeitrag: plus 16,9 Prozent.

Relativer Beitrag zum Primäreinkommen: plus 7,3 Prozent.

Einkommensadäquat: plus 10,1 Prozent.

Der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ schließt aus diesen sehr positiven Zahlen, dass die in den vergangenen Jahren geschaffenen touristischen Angebote von den Menschen gerne angenommen werden. Der Verband möchte daher weiterhin auf Qualität, nachhaltige Entwicklung und die Interessenlagen der Gäste achten. tlt