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Leserbrief - Zu „Klimaeffekt überschaubar“ (FN, 17. September) Tempolimit ist ein Baustein von vielen

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Ich bin nicht auf einen Schlagabtausch mit Herrn Grethe aus, aber ärgerlich und spalterisch ist allgemein diese Ignoranz, die wissenschaftlich erwiesene Sachverhalte immer und immer wieder in Frage stellt. Oft werden diejenigen, die aufgrund der Erkenntnis, dass es Reglementierungen braucht, um Gerechtigkeit in der Gesellschaft und nachhaltigen Konsum zu fördern, als Verbotsbefürworter, Belehrer oder noch herablassender bezichtigt.

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Um nochmals auf das Thema Tempolimit zu sprechen zu kommen: Es ist physikalisch nachvollziehbar, dass ein Fahrzeug, das 150 Stundenkilometer fährt, gut doppelt (!) so viel Kraftstoff für den zurückgelegten Weg verbraucht wie eines, das 110 fährt. Stärkeres Beschleunigen, Abbremsen und höhere Zentrifugalkräfte in Kurven tun ihr Übriges auch bei Reifen, Bremsen und Lagern. Die „Überschaubarkeit“ für Klimaeffekte ist für sich allein genommen wohl tatsächlich gegeben.

Gesamt betrachtet gilt aber: Ein Tempolimit ist ein Baustein von vielen, die da folgen müssen, um ausgehandelte weltweite Klimaziele zu erreichen. Auch das ist wissenschaftlicher Konsens, und die allermeisten Nationen machen davon Gebrauch, ohne „belehrt“ worden zu sein.

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Zu „Tempolimits sind . . .” (FN, 9. September) „Klimaeffekt überschaubar”

Veröffentlicht
Von
Leserbrief-Schreiber: Michael Grethe
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Was den Mittelstand anbetrifft, kann ich nur feststellen, dass viele Unternehmen, die nicht die Marktmacht und den politischen Einfluss haben wie die Automobilwirtschaft, längst erkannt haben, dass ein „Weiter so“ ihnen die Wettbewerbsfähigkeit abgräbt – auch global.

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Und es ist das unionsgeführte Verkehrsministerium, das mit Blick auf deren Zukunft mehrere Legislaturperioden lang der Autoindustrie einen völlig realitätsfernen, gar fahrlässigen Handlungsrahmen belassen hat. Absagen einiger Konzerne bei der diesjährigen IAA zeigen, wer die Zeichen der Zeit erkennt – vielleicht nicht aus Demut, aber zumindest aus dem Vorsatz heraus, alle Mittel in die Zukunftsfähigkeit ihrer Technologien zu investieren.

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