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Pop-up-Kirche - Fadi Korkes bei Pfarrerin Heike Kuhn auf der „blauen Couch“

Syrisch-orthodoxe Gemeinde nähergebracht

Von 
Antje Bauer
Lesedauer: 
Heike Kuhn mit Fadi Korkes auf der „blauen Couch“. © Bild; BAuer

Tauberbischofsheim. Aufgerufen auf die „blaue Couch“ hatte Pfarrerin Heike Kuhn im Rahmen der Pop-up-Kirche Fadi Korkes, den zweiten Vorsitzenden der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Tauberbischofsheim, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Man kenne sich zwar schon von mehreren guten ökumenischen Begegnungen, wolle aber doch noch mehr voneinander erfahren, so die Gastgeberin.

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Von der syrisch-orthodoxen Gemeinde, der Kirche der Aramäer, sei schon im Neuen Testament in zwei Berichten zu lesen, erklärte Fadi Korkes. Gegründet wurde die erste Kirche nach der Urgemeinde in Jerusalem 43 nach Christus in Antiochia durch Petrus (Apostelgeschichte 11,26) und hat 1,5 bis zwei Millionen Mitglieder weltweit, mit einem Patriarchen an der Spitze, dem 123. nach Petrus.

In Tauberbischofsheim und Umgebung leben zurzeit etwa 70 Familien, die in den 70er Jahren mit weiteren gut 900 Familien wegen anhaltender Repressalien ihre Heimat verlassen hatten.

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sk
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„Sie haben sich in all den Jahren hier fast zu gut eingelebt, denn es besteht die Gefahr, dass unsere Sprache und Kultur in Vergessenheit gerät“, befürchtete einer der anwesenden Aramäer. Trotzdem gibt es weiterhin ein starkes religiöses Leben in der Gemeinde.

Die geistlichen Ämter in der syrisch-orthodoxen Kirche unterscheiden sich teilweise von der Ordnung in der evangelischen und römisch-katholischen Kirche; sie gliedern sich bei den Messdienern in fünf Stufen: Sänger/Kantor, Lektor, Subdiakon (wie Fadi Korkes), Diakon und Erzdiakon. Pfarrer dürfen, wie bei den Protestanten, auch heiraten. Frauen können außer im Frauenchor als Messdienerinnen jedoch keine weiteren Ämter bekleiden.

Wichtig für Fadi Korkes ist, sich daran zu halten, was in der Bibel steht und keine Irrlehren zu verbreiten. Neben vielen Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiedlichkeiten, die an diesem Abend zur Sprache gekommen waren, ist den Aramäern vor allem eines wichtig, dass man das nicänische Glaubensbekenntnis gemeinsam beten könne. Und so letztlich eins im Glauben sei.

„Das war eine wunderbare Begegnung, bei der wir viel gelernt haben“, freute sich Heike Kuhn am Ende dieses etwa eineinhalbstündigen Abends und hoffte, bei weiteren Begegnungen noch so manches vertiefen zu können.

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