Covid-19 - Gesamtzahl der bisher Infizierten steigt im Main-Tauber-Kreis um 26 auf 2904 / Drei neue Todesfälle bestätigt / Zwölf weitere Personen gelten als wieder genesen Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals wieder unter 100

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Main-Tauber-Kreis. Insgesamt 26 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion wurden am Mittwoch im Main-Tauber-Kreis bestätigt.

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„Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 21 Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. 23 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, drei werden stationär behandelt.

Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst“, teilte das Landratsamt mit. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2904.

2583 Personen genesen

„Mittlerweile sind zwölf weitere und damit insgesamt 2583 Personen wieder genesen. Derzeit sind 272 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen“, so die Verantwortlichen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 11 (+2), Bad Mergentheim: 89 (+7), Boxberg: 42, Creglingen: 3, Freudenberg: 11 (+6), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 3 (+1), Igersheim: 66 (+5), Königheim: 0, Külsheim: 5, Lauda-Königshofen: 16 (+3), Niederstetten: 1 (+1), Tauberbischofsheim: 5, Weikersheim: 3, Werbach: 0, Wertheim: 14 (+1) und Wittighausen: 0.

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Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch zudem drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt sich um Frauen im Alter von über 80, über 85 und über 90 Jahren, die jeweils in einem Pflegeheim lebten. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 49 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben, davon 29 allein im Januar.

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„Im Seniorenzentrum Schönblick in Igersheim herrscht weiterhin ein dynamisches Ausbruchsgeschehen. Unter den neu Infizierten vom Mittwoch befinden sich vier weitere Bewohner und eine Person aus dem Personal der Einrichtung. Insgesamt wurden dort nun 48 Coronavirus-Infektionen bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 19 bei Mitarbeitenden verzeichnet“, teilte das Landratsamt weiterhin mit.

Quarantäne ausgeweitet

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Im Haus am Sonnenberg in Igersheim wurde die Quarantäne auf die gesamte Einrichtung ausgeweitet. Anlass hierfür ist ein bestätigter Fall einer Coronavirus-Infektion beim Personal.

Bisher stand nur ein Wohnbereich dieser Einrichtung für erwachsene Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen unter Quarantäne. Diese umfasst ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp. Es sind darüber hinaus, wie berichtet, drei Bewohner von einer Coronavirus-Infektion betroffen.

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 91,4 und damit erstmal seit dem 10. Dezember wieder unterhalb der Marke von 100. Eine Woche zuvor, am 20. Januar, lag er bei 157,1.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (20. bis 26. Januar) je 100 000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Viele Testergebnisse noch offen

„Auf den ersten Blick gibt der Rückgang Anlass zur Hoffnung. Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass derzeit noch sehr viele weitere Testungen insbesondere in Alten- und Pflegeheimen angeordnet wurden, deren Ergebnisse noch ausstehen“, sagte Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona.

„Wir können also weiter nur auf Sicht fahren und müssen in höchstem Maße wachsam sein, um diese Entwicklung in den nächsten Wochen tatsächlich stabilisieren zu können“, erklärte Christoph Schauder weiter.

In diesem Zusammenhang erneuerte er seinen Appell an alle Bürger des Main-Tauber-Kreises, die Corona-Regeln jederzeit einzuhalten.

Wie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug ergänzte, müsse insbesondere auf Abstand, Hygiene und Maske, auf regelmäßiges Lüften und auf die Nutzung der Corona-Warn-App geachtet werden.

Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden am Mittwoch 40 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion lag unverändert bei auf insgesamt 114.

Die Gesamtzahl der bisher Infizierten stieg im Nachbarkreis auf 3934. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag im Neckar-Odenwald-Kreis laut Landratsamt zuletzt bei 127,4. lra/Bild: dpa

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Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 70 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 65 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 45 im Jahr 2021. Mittlerweile sind vier weitere und damit insgesamt 3033 Personen wieder genesen. Derzeit sind 109 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 14 (+2), Boxberg: 8, Creglingen: 6 (+1), Freudenberg: 16 (+2), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 1, Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 14 (+5), Tauberbischofsheim: 5, Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 23 (+1) und Wittighausen: 4. Sieben-Tage-Inzidenz bei 47,6 Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag bei 47,6. Eine Woche zuvor, am Freitag, 19. Februar, lag er bei 46,8. Nach Abschluss einer Flächentestung konnte die Quarantäne für die MCC Seniorenresidenz Wertheim aufgehoben werden. Ebenfalls aufgehoben werden konnte die Quarantäne für einen Wohnbereich des Otto-Rauch-Stifts in Freudenberg. Hier verbleiben einzelne Bewohner in Quarantäne auf ihren Zimmern. Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei 31 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige. Mehr Impfungen im KIZ Mit einer positiven Nachricht startet das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim (KIZ) in die neue Woche: „Es geht endlich deutlich aufwärts, was die Impfstoffversorgung und die Zahl der Impfangebote im KIZ betrifft“, freut sich Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona im Landratsamt. Aufgrund der ganz aktuell zugesagten Impfstofflieferungen durch das Land Baden-Württemberg rechnet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis damit, ab dem kommenden Monat deutlich mehr Menschen impfen zu können als bislang. Voraussichtlich ab Mitte März sind pro Woche rund 1000 Impfungen mit dem Impfstoff von BionTech/Pfizer und rund 1500 Impfungen mit AstraZeneca avisiert. Die Impfungen im KIZ werden daher ab März nochmals deutlich ausgeweitet, weshalb die Öffnungszeiten verlängert werden und nun in den nächsten Tagen sukzessive auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt wird. Seit Beginn dieser Woche können sich auch bestimmte Personengruppen der Priorität 2 impfen lassen. Sie erhalten, sofern keine Kontraindikationen bestehen, den Impfstoff von AstraZeneca. Die Öffnung gilt somit nur für Personen unter 65 Jahren. Dies umfasst insbesondere: Personen mit Trisomie 21; Personal mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, auch Teststellen; Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung; Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung; Lehrer/-innen und Erzieher/-innen. Weitere Informationen hat das Land Baden-Württemberg unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/ zusammengestellt. In diesem Zusammenhang weist der Leiter des Kreisimpfzentrums, Dietmar Freidhof, darauf hin, dass die Anmeldemöglichkeiten durch das Land vorgegeben sind und seitens der Landkreisverwaltung nicht geändert werden können. Sie stehen, wie für allen anderen baden-württembergischen Kreisimpfzentren auch, ausschließlich online unter www.impfterminservice.de bzw. unter der Hotline 116 117. „Gerade ältere Menschen über 80 Jahre benötigen hierbei regelmäßig Hilfe, beispielsweise durch jüngere Verwandte und Bekannte. Auch wir würden uns wünschen, dass es insbesondere für den Personenkreis der Menschen über 80 einfachere Möglichkeiten gibt“, sagt Freidhof. Er rechne damit, dass durch die nun zugesagten erhöhten Impfstofflieferungen eine weitere grundsätzliche Entspannung der Lage eintrete. AstraZeneca wirksamer Impfstoff „Wir wissen natürlich um die Vorbehalte gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff aufgrund der aktuellen Berichterstattung“, sagt Dietmar Freidhof. „Aus medizinischer Sicht ist der Impfstoff bei einer guten Wirksamkeit gegen den aktuell in Deutschland vorherrschenden Virustyp als sicher anwendbar zu bewerten.“ Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von AstraZeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: Der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassene Impfstoff von AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil: Auch dieser Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit, um schwere Erkrankungen bei einer Infektion mit Sars-CoV 2 zu verhindern. lra/Bild: dpa

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