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Appental-Kapelle - Von Rudi Knaus geschaffene Madonna feierlich eingeweiht

„Selig, die das Wort Gottes hören und befolgen“

Von 
Kurt Baumann
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Dekan Gerhard Hauk (links) weihte die Madonna. © Kurt Baumann

Tauberbischofsheim. Mit so vielen Besuchern hatte wohl am sehr heißen Samstagnachmittag niemand gerechnet. Selbst die Alphornbläser Taubertal waren dabei, um die feierliche Weihe musikalisch zu unterstützen. Grund war die vom Tauberbischofsheimer Rudi Knaus geschaffene Madonna, die nun in der kleinen Appental-Kapelle an der B 27 zwischen Tauberbischofsheim und Königheim ihre Heimat findet.

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Kerstin Haug-Zademack, Vorsitzende der Tauberfränkischen Heimatfreunde, ging auf die Geschichte dieser Kapelle ein, die trotz Sanierung seit vielen Jahren kein „Innenleben“ hat. Deshalb freue sie sich, dass nun eine „neue Bewohnerin“ einziehe. Rudi Knaus habe keine Pieta oder Madonna mit Kind geschaffen, sondern „mit Maria eine Frau aus dem Volke“, eine Muttergottes der Vertriebenen und Geflüchteten und besonders bemerkenswert sei, dass er mit diesem Werk zufällig am 24. Februar, dem Beginn des Krieges in der Ukraine, angefangen habe.

Rudi Knaus dankte besonders Rosemarie Bauknecht aus Königheim, die ihn auf die leerstehende Kapelle ansprach. Nach seinen Recherchen, unter anderem mit Pfarrer Josef Schauber, entstand dann dieses Werk (wir berichteten). Intensiv ging er auf den Kranz mit den zwölf Sternen ein, die sowohl die zwölf Stämme Israels als auch die zwölf Apostel symbolisieren – nicht zu vergessen die Flagge der EU, deren zwölf Sterne die Werte der Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas darstellen. Sie stehe nun fest auf einem Stein aus „dem Garten Knaus“,

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Dekan Gerhard Hauk nahm die Weihe der Madonna vor. Nach einem eindrucksvollen Lob für das gelungene Werk ging er auf das Lukasevangelium ein: „Selig, die das Wort Gottes hören und befolgen“: Dies sei die Botschaft, die von dem Kunstwerk ausgehe. Sein Wunsch sei, dass die Madonna durch den Segen „sprachfähig“ für die Menschen werde. Diese Kapelle sei „ererbt“ worden, man habe sie lange „links liegenlassen“. Nun mögen nicht nur die vorbeilaufenden Walldürn-Wallfahrer etwas von der Nähe Gottes spüren. Mit gemeinsamen Gebeten und Liedern wurde diese Weihe eindrucksvoll vorgenommen. Es schloss sich ein gemütliches Beisammensein an, bei dem im gemeinsamen Austausch dieses schöne Werk von Rudi Knaus entsprechend gewürdigt wurde.

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