Selbst in der Hand

Marcel Sowa zur Entscheidung der Stadt Buchen

Von 
Marcel Sowa
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Bis zum 7. März soll die „Alla Hopp“-Anlage in Buchen gesperrt werden, vorerst nur an den Wochenenden. Die Stadtverwaltung um Bürgermeister Roland Burger sah sich zu diesem Schritt gezwungen, weil am zurückliegenden Wochenende zu viel los war und die Abstandsregeln vor Ort nicht beachtet wurden. Es war abzusehen, dass das Wetter die Menschen dazu verleitet, unvorsichtig zu werden. Die Gemeinde Waldbrunn kann davon ein Lied singen, als vor einigen Wochen beim Schneetreiben der Katzenbuckel „gestürmt“ wurde. Und auch an anderen Orten – Buchen war an diesem Wochenende kein Einzelfall – wurde die Corona-Verordnung mal so ganz nebenbei verdrängt.

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Wochenlang spielte das Wetter nicht mit, doch jetzt zieht es viele ins Freie. Darauf müssen sich Polizei und Kommunen einrichten, der „Freiheitsdrang“ der Menschen ist nur allzu verständlich. Die Maßnahme der Buchener Stadtverwaltung wird nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen, das ist klar. Ob mehr Schilder in der Anlage mit Verweis auf die geltenden Regeln für eine größere Vernunft sorgen, ist fraglich.

Die Stadt musste entscheiden, ob sie erst die Lage weiter beobachten und möglicherweise steigende Infektionszahlen – also die Gesundheit von Menschen – in Kauf nehmen will oder gleich eine unpopuläre Entscheidung trifft. Wäre es am Wochenende gesitteter zugegangen, wäre die Wahl vielleicht anders ausgefallen.

Eins sollte jedem klar sein: Das Verhalten in diesen Tagen kann maßgeblich darüber entscheiden, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Folgen das haben wird.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Buchen