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Nachruf - Der Tauberbischofsheimer Günter Linhart starb im Alter von 80 Jahren

Sein Glaube gab ihm stets Zuversicht

Von 
red
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Tauberbischofsheim. Sein Glaube war für ihn mehr als nur ein Bekenntnis zur katholischen Kirche. Christsein bedeutete für ihn mehr als das Engagement in seiner Kirche. Günter Linhart aus Tauberbischofsheim lebte seinen Glauben aus tiefer Überzeugung heraus. Jetzt ist der langjährige Pfarrgemeinderat und Ehrenvorsitzende der Kolpingsfamilie Tauberbischofsheim nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben.

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Vielen Tauberbischofsheimern wird Günter Linhart als ein Mann in Erinnerung bleiben, der stets mit Humor, aber immer auch mitfühlend und interessiert das Gespräch suchte. Der 80-Jährige, gebürtig in Dittersdorf, danach in Kützbrunn und Tauberbischofsheim zu Hause, hatte ein offenes Ohr für seine Umgebung. Die Idee Adolph Kolpings, das Christentum nicht nur in der Kirche zu pflegen, sondern im Alltag und in der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu gestalten, war ihm ein Leben lang ein Anliegen.

So trat der gelernte Maschinenbautechniker, 40 Jahre lang bei der Firma Eirich in Hardheim beschäftigt, bereits 1964 der Kolpingsfamilie bei. Als langjähriger Vorsitzender organisierte er nicht nur viele Veranstaltungen, er engagierte sich auch für die Renovierung der Stammbergkapelle, pflegte die Städtefreundschaft mit Duderstadt, organisierte 1983 und 2009 die Jubiläen der Kolpingsfamilie. Dafür bekam er 1992 die Ehrennadel des Landes, wurde 2009 zum Ehrenvorsitzenden ernannt und 2019 für 55 Jahre Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk ausgezeichnet.

Doch Günter Linhart engagierte sich nicht nur Zeit seines Lebens für die Idee von Adolph Kolping. Der Vater zweier Töchter, Opa von vier Enkelkindern und seit 1971 mit seiner Frau Angela verheiratet, gestaltete auch das kirchliche Leben in der Pfarrei St. Martin mit. So gehörte er von Anfang an dem Pfarrgemeinderat an, war über 40 Jahre Lektor und Kommunionhelfer, organisierte viele Fronleichnamsprozessionen und wurde für sein kirchliches Engagement im Jahr 2000 mit der Münstermedaille des Erzbistums Freiburg geehrt. Als Musiker und Sänger der „Drei Hallodries“ bereitete Linhart in den 70er Jahren vielen von Kassel bis Stuttgart frohe Stunden und war danach noch lange als einer der beiden „Bischemer Buben“ bekannt. Und es verging kaum ein Familien- oder Freundestreffen, an dem er nicht mit seinem Akkordeon zum Mitschunkeln animierte. Als zweiter Tenor bereicherte er von 1973 bis 2013 zudem den Männergesangverein Liederkanz, wofür er 2013 für 40 Jahre Singen im Chor geehrt wurde. Wenn ihm dann seine kirchlichen und musikalischen Einsätze noch Zeit ließen, war er als Jäger und Heger unterwegs. 1999 bekam er dafür die silberne Treuenadel des Landesjagdverbands Baden-Württemberg.

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Kraft und Stärke für seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten schöpfte Linhart aber aus seiner Familie. Das Zusammensein mit seiner Frau Angela, seinen Kindern und Enkelkindern gab ihm bis zuletzt Zuversicht. Auch wenn er in den vergangenen Jahren wegen seiner Krankheit nicht mehr der sein konnte, der er gerne noch gewesen wäre, und die Kräfte nachließen – eines hat er nie aufgegeben: seinen tiefen Glauben.

Die Beisetzung von Günter Linhart findet am Mittwoch, 6. Oktober, um 13 Uhr auf dem Friedhof in Tauberbischofsheim statt. red

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