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Freundeskreis Oradea - Tauberbischofsheimer Dr. Sigurd Zapf engagierte sich bei der Verteilung von Spenden in Rumänien

Rumänien: Viele Arme sind auf Hilfsgüter angewiesen

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Groß war die Freude in Rumänien über die vom Freundeskreis Oradea – VS-Villingen überbrachten Hilfspakete. © Rösch

Villingen-Schwenningen/Tauberbischofsheim. Hilfe in akuter Notlage konnte der Freundeskreis Oradea – VS-Villingen nach zweijähriger Corona-Zwangspause jetzt durch einen spontan organisierten Hilfstransport nach Rumänien leisten. Mit dabei war auch der Tauberbischofsheimer Dr. Sigurd Zapf.

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Anstelle von Lastwagen aus Deutschland wurde diesmal ein sich auf der Rückreise befindlicher rumänischer Sattelschlepper mit dringend benötigten Hilfsgütern randvoll beladen. Die aktiven Helferinnen und Helfer Irmgard Rösch, Helmut Conz, Martha Faißt und Sigurd Zapf verteilten dann in Oradea die dort lange erhoffte Fracht. Dabei mussten die Corona-Regeln beachtet werden. So war etwa das Betreten von Kinder-und Altenheimen, Kliniken, Straßen-Kinderprojekten sowie Armenvierteln streng verboten.

Wie es im Bericht der Verantwortlichen weiter heißt, erfolgte die Übergabe der Spenden stets unter freiem Himmel – bei nahezu 40 Grad Hitze. Überall wurden die Helfer mit großer Freude und Dankbarkeit empfangen. Bei den Besuchen in besonders armen abgelegenen Karpatendörfern gab es bei den Empfängern Freudentränen bei der Abgabe der gespendeten Lebensmittelpakete, die Überlebenshilfe für die alten und vereinsamten Menschen ohne Rente bedeuten.

Danach ging es weiter in die rund 600 Kilometer südlich gelegene Großstadt Brasov zum vor 25 Jahren mit großer Beteiligung des Freundeskreises errichteten Altenheims in Brasov/Sacele, das von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen wurde. Hier musste, ebenso wie in anderen Altenheimen, in den vergangenen zwei Jahren immer wieder finanziell geholfen werden, damit diese Einrichtungen erhalten werden konnten. In langen Gesprächen versuchten die Helfer dort, weitere Probleme zu lösen.

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Auch eine Arztpraxis vor Ort wird vom Freundeskreis regelmäßig mit medizinischen Hilfsgütern versorgt. Dazu leistet Sigurd Zapf regelmäßig einen großen Beitrag. Mittlerweile wurde eine hausärztliche Vereinigung gegründet, deren Mitglieder sich durch den Austausch von medizinischer Ausstattung helfen.

Bei der Fahrt durch Rumänien fiel der Gruppe aus Deutschland auf, wie sehr die einst so schönen Dörfer vom Aussterben bedroht sind. Wer noch halbwegs arbeitsfähig ist, geht ins Ausland zum Arbeiten. Auch der Mangel an Handwerkern wird deshalb immer größer. Die Häuser zerfallen zusehends. Das Straßennetz wurde mit EU-Hilfe in den vergangenen beiden Jahren gut ausgebaut, in den Städten wurden Plätze und zum Teil auch alte Gebäude aufwendig repariert sowie zahlreiche schöne Hochhäuser errichtet. An vielen angefangenen Neubauten stehen jedoch große Plakate mit der Aufschrift „De Vanzare“ („zu verkaufen“).

Die Märkte sind überall randvoll gefüllt mit heimischen Erzeugnissen, doch viele Lebensmittel sind teurer als in Deutschland. Für die meisten Menschen ist das Leben in Rumänien sehr schwer geworden, da es an Arbeitsplätzen mangelt und Korruption den Fortschritt behindert.

In den Armenvierteln rings um die Städte leben immer noch Tausende von Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen in selbstgezimmerten Hütten ohne Wasser, Strom und sanitäre Einrichtungen. Vielfach ist die Armut immer noch unbeschreiblich und unfassbar groß, haben Sigurd Zapf und seine Mitstreiter festgestellt. In großen finanziellen Nöten befinden sich derzeit viele soziale Einrichtungen, da sie wegen Corona keine Hilfe mehr aus dem Ausland erhalten konnten.

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Überglücklich sind deshalb die katholischen Ordensschwestern, wenn sie Hilfe für die Armen in Oradea erhalten. Selbst wenn sie einen kompletten Lkw mit vom Freundeskreis gesammelten Hilfsgütern erhalten, ist ihr Lager – ebenso wie bei der Caritas – schon drei Tage später wieder leer. Dankbare Empfänger sind derzeit auch die Landpfarrer, die ihre einst beschlagnahmten Pfarrhäuser von der Regierung nun wieder völlig leergeräumt zurückbekommen.

Hilfsgüter gingen außerdem unter anderem an die Caritas, Kinderheime, das Deutsche Forum mit seinen 45 Zweigstellen, eine Behinderten-Organisation. Die Notleidenden hoffen, dass sie vom Freundeskreis weitere Unterstützung erhalten. Benötigt werden Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Haushaltsgegenstände und Möbel.

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