Tafelläden in Tauberbischofsheim und Wertheim - „Kunden können nicht langfristig auf Unterstützung verzichten“ / Größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen Notbetrieb mit einem Öffnungstag pro Woche

Lesedauer: 

Tauberbischofsheim/Wertheim. Da der Tafelbetrieb aufgrund der aktuellen Rechtslage der Landesregierung ausdrücklich gewünscht ist, nehmen die beiden Tafelläden in Tauberbischofsheim und Wertheim nach vorübergehender Schließung einen Notbetrieb mit einem Öffnungstag pro Woche auf. Darauf haben sich die beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritasverband im Tauberkreis und Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis verständigt.

AdUnit urban-intext1

Als erste Öffnungstage sind in Wertheim (Dr.-Hübsch-Straße 3) am Mittwoch, 8. April, von 13 bis 16 Uhr sowie in Tauberbischofsheim (Albert-Schweitzer-Straße 27) am Donnerstag, 9. April, von 14 Uhr bis 16 Uhr, geplant.

„Die wöchentlichen Notbetriebszeiten gelten ab sofort für unbestimmte Zeit. Über die Osterferien ist der Tafelladen in Tauberbischofsheim am Donnerstag, 16. April, jedoch geschlossen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Neues Personal hilft aus

„Die strengen hygienischen Vorschriften im Tafelbetrieb werden weiterhin eingehalten und bei Bedarf angepasst. Die Sortierung der Waren sowie die Abholung in den Märkten erfolgt vorwiegend mit ehrenamtlichem Stammpersonal, Freiwillige unterstützen die Helfer im Verkauf“, so die Verantwortlichen.

AdUnit urban-intext2

Momentan arbeite das Team daran, größtmöglichen Schutz für Mitarbeitende und Kunden zu gewährleisten. Markierungen sollen helfen, die Abstandsregeln einzuhalten und Ordnungsdienste sollen vor den Tafelläden deren Einhaltung sicherstellen.

„Die Kunden werden gebeten, zügig einzukaufen. Das Personal schützt sich durch entsprechende Kleidung und Schutzscheiben im Raum. Der Tafelbetrieb kann jedoch nur weitergeführt werden, wenn sich alle Kunden an die neuen Spielregeln halten.“ Darauf weisen die Verantwortlichen vorab bereits hin.

AdUnit urban-intext3

Der Verkauf musste Mitte März kurzfristig ausgesetzt werden, da die Gesundheitsgefahr für die meist zur Risikogruppe gehörenden ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu hoch war.

AdUnit urban-intext4

Umso dankbarer sind die beiden Tafelverantwortlichen Sylvia Hehn (Caritas) und Volker Herm (Diakonie) nun, den Notfallbetrieb mit Unterstützung der ortsansässigen Katholischen Jungen Gemeinde Tauberbischofsheim beziehungsweise Freiwilliger in Wertheim so schnell wieder aufnehmen zu können. Die Stadt Wertheim beteiligt sich ebenfalls: Sie stellt den Ordnungsdienst und kümmert sich um die entsprechenden Absperrungen vor dem Tafelladen. „Die Kunden eines Tafelladens können nicht langfristig auf diese Unterstützung verzichten und sind auf die Solidarität Anderer angewiesen“, erklärt Volker Herm. Sollte sich der Notfallbetrieb in den beiden Einrichtungen bewähren, so der Plan, werde man in Kürze die beiden Tafelläden in Lauda und Bad Mergentheim ebenfalls in den Notbetrieb aufnehmen.

Aufruf zu Spenden

Lebensmittel- und Geldspenden werden von den Tafelläden gerne angenommen. Besonders gefragt sind dabei lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Konserven, Süßigkeiten oder Drogerieartikel. Die Abgabe kann an den Öffnungstagen im Tafelladen Wertheim erfolgen, In Tauberbischofsheim von Montag bis Donnerstag (8.30 bis 12 Uhr). Die Fördervereine freuen sich ebenso über Geldspenden, da die Nebenkosten (Fahrzeuge, Mieten) ebenfalls weiter anfallen.

Für organisatorische Rückfragen stehen das Diakonische Werk (Volker Herm für den Tafelladen Wertheim, Telefon 09341/928014) und der Caritasverband (Sylvia Hehn für den Tafelladen Tauberbischofsheim, Telefon 09341/92201500) zur Verfügung.