Coronavirus - Einrichtung in der Turnhalle der ehemaligen Kaserne auf dem Laurentiusberg Tauberbischofsheim ist einsatzbereit Neues Abstrichzentrum geht in Betrieb

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lra
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Die Sporthalle der ehemaligen Kaserne auf dem Laurentiusberg in Tauberbischofsheim bildet den Wartebereich des neuen Abstrichzentrums. Landrat Reinhard Frank, Bürgermeisterin Anette Schmidt sowie Vertreter von Kassenärztlicher Vereinigung, Rotem Kreuz und Kreisverwaltung informierten sich am Freitag vor Ort. © Landratsamt/Markus Moll

Das neue zentrale Abstrichzentrum für den Kreis wird an diesem Montag seinen Betrieb in der Sporthalle der ehemaligen Kaserne auf dem Laurentiusberg in Tauberbischofsheim aufnehmen.

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Tauberbischofsheim. Das neue Abstrichzentrum auf dem Laurentiusberg wird vom bisherigen Standort neben dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim in die Kreisstadt verlagert.

Abstriche werden auch am neuen Standort nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die telefonisch über den Hausarzt angemeldet wurden und mit entsprechender Indikation zur Testung einen Termin zur Untersuchung erhalten haben. Alle Personen, die unangemeldet beim zentralen Abstrichzentrum erscheinen, müssen abgewiesen werden.

Am Freitagnachmittag hat sich Landrat Reinhard Frank vor Ort gemeinsam mit Bürgermeisterin Anette Schmidt sowie Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung und des Deutschen Roten Kreuzes über die Einrichtung des neuen Abstrichzentrums informiert.

Großartig und hochprofessionell

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Frank würdigte die „großartige und hochprofessionelle Zusammenarbeit“ aller Beteiligten in den vergangenen Wochen. Das Rote Kreuz hatte Mitte März in kürzester Zeit das Abstrichzentrum in Zelten und einem Container beim Caritas-Krankenhaus eingerichtet. Nun wurde in der Mitte des Landkreises ein „festes Gebäude, vor Wind und Wetter geschützt, mit hervorragender Infrastruktur“ gefunden, erklärte der Landrat. Wiederum war das Rote Kreuz, gemeinsam mit einem externen Unternehmen, am Aufbau beteiligt.

Dr. Franz Hoch als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung schilderte den Ablauf vor Ort. Oberstes Ziel sei eine professionelle Lenkung der Besucher. Patienten mit Termin würden mit dem Pkw auf den abgegrenzten Parkplatz einfahren. Es werde bereits bei der Terminzuweisung dringend darauf hingewiesen, dass von einer Anreise mit dem ÖPNV abgesehen werden muss. Ein Sicherheitsdienst kontrolliere die Einfahrt aufs Gelände. Der Parkplatz dürfe nur von Patienten während der Dauer des Besuchs sowie vom Personal des Abstrichzentrums genutzt werden.

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„Die Patienten gehen vom Parkplatz zügig in die eigentliche Sporthalle, die als Wartebereich dient. Dort werden sie mit großem Abstand voneinander platziert und nacheinander per Rufanlage in den Abstrichraum gebeten. Dieser wurde durch eine Zwischenwand geteilt. Der Patient gibt am Schalter-Fenster die Versichertenkarte ab, die desinfiziert und eingelesen wird. Anhand der Daten wird ein Barcode ausgedruckt und auf das Abstrichröhrchen geklebt. Dann geht der Patient zum Arzt“, erläuterte Dr. Hoch.

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Nach einem kurzen Gespräch entnehme der Arzt den Nasen-Rachen-Abstrich. Dann verlasse der Patient das Gebäude durch einen separaten Ausgang, so dass jeglicher Kontakt zu anderen Verdachtsfällen auf ein absolutes Minimum reduziert sei.

„Das Personal im Abstrichzentrum arbeitet mit vollständiger Schutzausrüstung. Für die Bewohner und Unternehmen auf dem Laurentiusberg besteht keinerlei zusätzliche Infektionsgefahr durch den Betrieb der Einrichtung. Bei der Terminzuweisung wird bereits darauf geachtet, dass keine Ansammlungen vieler Patienten entstehen können“, hieß es.

Die Einrichtung des Abstrichzentrums wurde durch Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und seinen designierten Nachfolger Andreas Geyer koordiniert.

Die Kassenärztliche Vereinigung wird weiter den Betrieb unterstützen und insbesondere ärztliches Personal sowie medizinische Fachkräfte stellen.

„Weiterhin ziehen hier Behörden, Hilfsorganisationen und Ärzte gemeinsam an einem Strang“, sagen Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona und Sozialdezernentin Elisabeth Krug.

Auch im neuen zentralen Abstrichzentrum werden ausschließlich Patienten untersucht, bei denen nach den Definitionen des Robert-Koch-Instituts (RKI) der begründete Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.

Rücksprache mit Hausarzt

Personen, die befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, müssen zunächst telefonisch Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten. Am Telefon erfragen Praxispersonal und Ärzte, welche Symptome vorliegen. Liegt nach Einschätzung der Ärzte ein begründeter Verdachtsfall vor, melden sie dies dem Gesundheitsamt.

Dieses weist einen Termin zur Beprobung zu und teilt dem Patienten mit, zu welcher Uhrzeit er sich beim zentralen Abstrichzentrum einfinden soll beziehungsweise wie die weiteren Schritte vor Ort aussehen werden. lra