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Leserbrief - Zu „Chemischer Duft stoppt emsige Ameisen“, (FN, 4.9.)

Nabu-Enthusiasten unterstützen Forscher

Von 
Irmgard Wernher-Lippert
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Wie bereits am Samstag, 4. September, in den Fränkischen Nachrichten veröffentlicht, basieren die Forschungsergebnisse über das genaue Zusammenspiel von Ameisenbläulingen und ihren Wirten, den fünf verschiedenen Knotenameisenarten, auf den Auswertungen der Insektenfallen.

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Hierfür sind nicht nur die unterirdischen Ameisenröhrchen, sondern auch die überirdischen Schmetterlingsfallen wesentlicher Bestandteil der Datenerhebung.

55 weiße Hauben aus Kunststoffgaze wurden über den Ausgängen der Ameisenbauten mit jeweils vier Bodennägeln verankert, nummeriert und zusätzlich mit Fähnchen markiert, um sie im stetig höher werdenden Gras wiederfinden zu können.

Das Leben der frisch geschlüpften Kreuzenzian-Ameisenbläulinge ist nur sehr kurz. Den zuerst schlüpfenden Männchen stehen nur rund vier Tage zur Begattung der Weibchen zur Verfügung, welchen noch wenige Tage länger zur Eiablage vergönnt sind.

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Deshalb war es unerlässlich, täglich die Fallen zu kontrollieren, was von Karlsruhe aus jedoch nicht zu bewerkstelligen war.

In vier Mitgliedern der örtlichen Nabu-Gruppe fanden die beiden Forscher Dres. Güsten und Sanetra begeisterte Helfer, die abwechselnd einen Monat lang den täglichen, etwa 1,5 stündigen Rundgang in meist glühender Sonne mit viel Enthusiasmus übernommen hatten.

Ein gemeinsam überarbeitetes Formblatt diente zur wissenschaftlichen Belegung der Ergebnisse. Sobald sich ein Falter in einer Falle befand, wurde dies vermerkt, das Tier befreit, die Falle abgebaut und daheim zwischengelagert.

Bei einer Belegung von 22 Prozent waren die Forscher mehr als zufrieden. Jetzt dürfen wir auf die Ergebnisse und mögliche lokale Unterschiede der weiteren Probeflächen in Baden-Württemberg gespannt sein.

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