Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Verkehr - Ausbau entlang der Tauberbahn im Blick / Wegen Corona zusätzliche Fahrten im Schülerverkehr eingerichtet Modernisierung der Bahnstationen schreitet weiter voran

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lra
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Die Modernisierung der Bahnstationen Hochhausen, Dittigheim (Bild), Edelfingen und Elpersheim wurde in die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern aufgenommen. © Klaus T. Mende

Main-Tauber-Kreis. Die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Verkehr informierten sich in der vergangenen Sitzung über den Ausbau der weiteren Bahnstationen an der Tauberbahn. Zum Sachstand und zur weiteren Vorgehensweise berichtete Denis Kollai von der DB Regionetz Westfrankenbahn GmbH.

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Seit 2016 wurden unter finanzieller Beteiligung des Main-Tauber-Kreises sowie der betroffenen Städte und Gemeinden die sechs Stationen Reicholzheim, Bronnbach, Niklashausen, Distelhausen, Igersheim sowie Laudenbach modernisiert und barrierefrei ausgebaut.

Kosten verringern sich

Die Modernisierung der weiteren Stationen Hochhausen, Dittigheim, Edelfingen und Elpersheim wurde in die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern aufgenommen. Somit entfallen für diese Stationen die kommunalen Anteile weitestgehend. Für den Main-Tauber-Kreis verringern sich demnach die anteiligen Kosten auf voraussichtlich maximal 40 000 Euro in den Haushaltsjahren 2021 und 2022.

Der Ausschuss stimmte zudem einer Untersuchung von Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Infrastruktur und Fahrplanstabilität auf der Frankenbahn als Machbarkeitsstudie zu. Der Main-Tauber-Kreis unterstützt gemeinsam mit den Ländern Bayern und Baden-Württemberg sowie den Landkreisen Heilbronn und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heilbronn die Studie und beteiligt sich an den voraussichtlichen Gesamtkosten mit maximal zehn Prozent beziehungsweise 10 000 Euro.

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An den ehemals vom Kreistag gefassten Beschluss über die Mitfinanzierung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen an Kreisstraßen schloss sich die Vergabeentschei-dung für Haltestellen in Lauda-Königshofen, Freudenberg, Weikersheim und Igersheim an. Den Zuschlag erhalten die Unternehmen Anton Bokmeier und Benninger-Bau, beide aus Bad Mergentheim.

Zur Erhöhung der Sicherheit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus wurden zusätzliche Verstärkerfahrten im Schülerverkehr eingerichtet. Den voraussichtlichen Mehrkosten in Höhe von 20 000 Euro, die vom Landkreis zu tragen sind, wurde zugestimmt.

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Der Ausschuss sprach sich außerdem mehrheitlich für die Einstellung von zusätzlichen Betreuungskräften ab dem Schuljahr 2020/2021 für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren in Unterbalbach und Unterschüpf aus.

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Einstimmig stimmte das Gremium der Implementierung einer Kommunalen Pflegekonferenz als neue fachliche Beratungs- und Koordinierungsplattform beim Amt für Pflege und Versorgung zu. Dort sollen Fragen der notwendigen kommunalen Pflege- und Unterstützungsstrukturen sowie die Koordinierung von Leistungsangeboten beraten werden.

Mitglieder der Kommunalen Pflegekonferenz sollen neben dem Landkreis insbesondere die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die Heimaufsichtsbehörde und Vertreter der vor Ort tätigen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen und Dienste sein. Hinzukommen sollen außerdem vor Ort im Ehrenamt Tätige und engagierte Bürger nach der Unterstützungsangebote-Verordnung, Vertreter der Pflegeversicherung und des Medizinischen Diensts der Krankenversicherung sowie örtliche Selbsthilfegruppen und weitere Interessenvertretungen. Zur finanziellen Absicherung der Anlaufphase der Kommunalen Pflegekonferenz erfolgt eine Antragstellung im Rahmen des Förderaufrufs „Kommunale Pflegekonferenzen BW – Netzwerke für Menschen“ beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). lra