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Städtische Schulen - Investitionen in Tablets und in eine verbesserte Vernetzung. Gemeinsame Lösungen bei Wartung angestrebt

Mittel aus Digitalpakt ausgeschöpft

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stv/hvb
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Zwei Viertklässler der Grundschule Impfingen lernen ganz selbstverständlich mit dem iPad. © Stadtverwaltung Tauberbischofsheim

Seit geraumer Zeit schon sind Home-Schooling oder Hybridunterricht kein Thema mehr. Die ersten Warnungen vor dem Herbst lassen jedoch aufhorchen. Doch immerhin: die digitale Ausstattung an den Schulen hat mächtig Fahrt aufgenommen.

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Tauberbischofsheim. Dass digitales Lernen die Zukunft ist und sich Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bei der Hardwareausstattung von Schulen als ziemlich rückständig erweist, ist von den Verantwortlichen in Berlin bereits vor Corona erkannt worden. Deshalb wurde der Digitalpakt Schule, der auf fünf Jahre von 2019 bis 2024 ausgelegt ist, aufs Gleis gehoben.

Fünf Milliarden Euro standen und stehen bundesweit zur Verfügung, 650 Millionen Euro für Baden-Württemberg. Die anfängliche Klage, dass die Gelder nicht abgerufen würden, gilt für die Schulen in Trägerschaft des Kreises und der Stadt Tauberbischofsheim nicht. „Wir haben alles, was zu bekommen war, zu 100 Prozent ausgeschöpft“, so Bürgermeisterin Anette Schmidt. Gleiches hatte Dezernentin Ursula Mühleck bereits für die Landkreisverwaltung erklärt.

Die Kreisstadt Tauberbischofsheim als Schulträger erhält vom Kultusministerium Baden-Württemberg fast 680 Tausend Euro. Dazu steuert die Stadt 20 Prozent Eigenanteil bei. Damit ergibt sich ein Gesamtvolumen von über 846 Tausend Euro, das allen Schulen zugutekommt. Ziel der Planung ist es, dass nach Abschluss aller Maßnahmen alle Schulen auf dem gleichen technischen Level sind.

Kontinuierlicher Ausbau

Mit den Mitteln aus dem Förderprogramm Digitalpakt Schule werde die Digitalisierung an den Schulen in städtischer Trägerschaft kontinuierlich ausgebaut und entwickelt. Seit Bekanntwerden des Förderprogramms steht die Verwaltung im engen Austausch mit den einzelnen Schulen. In zahlreichen Begehungen wurde der IT-Bedarf ermittelt. Auf Basis des jeweiligen Medienentwicklungsplans ist dann ein Maßnahmenkatalog entstanden, der nun Stück für Stück umgesetzt wird. So wurden Netzwerke und Internetanschlüsse verbessert und Server erneuert, Beamer und Whiteboards erneuert oder neu angeschafft und Endgeräte für Schülerinnen und Schüler gekauft.

An der Grundschule Impfingen werden Mittel in Höhe von über 31 000 Euro verwendet, um die Digitalisierung voranzutreiben. Neue Verkabelungen, Datendosen und eine Wlan-Ausstattung sorgen für eine verbesserte digitale Vernetzung. Zwei neue Bildschirme ergänzen nun die traditionelle Tafel und können mit den digitalen Arbeitsgeräten direkt angesteuert werden. Zwei mobile Bildschirme werden die Ausstattung komplettieren. Die vierten Klasse arbeitet im Unterricht bereits mit den neuen iPads. Sie werden projektbezogen oder als Rechercheinstrument genutzt. Ein weiterer Klassensatz und entsprechende Tabletkoffer mit Schnellladefunktion werden den Umgang weiter erleichtern. Ein Caching-Server soll bald dafür sorgen, dass Updates schneller verarbeitet werden.

Tolle Unterstützung

„Die Geräte sind für die Kinder motivierend und eine tolle Unterstützung“ berichtet Kira Bader, Klassenlehrerin der vierten Klasse. Auch für die Lehrer hat sich der Schulalltag geändert. Je nach Klasse, Vorliebe und Können findet die Vorbereitung digital statt. An den anderen Schulen sieht die Entwicklung ähnlich aus, wobei das Matthias-Grünewald-Gymnasium überproportional davon profitiert habe, dass das Schulzentrum in der Pestalozziallee so neu und damit gut ausgestattet sei.

Die Ausstattung mit digitalen Arbeitsgeräten für Schüler und Lehrer ist die eine, die der Wartung eine andere Sache. Außerdem muss die Technik auf dem neuesten Stand gehalten werden. Allein neue Geräte zu kaufen, reicht nicht aus. Deshalb wollen Landkreis und Kommunen gemeinsam Lösungen finden, um eine fachgerechte Administration zu gewährleisten. stv/hvb

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