Leserbrief - Zu „Gendern setzt sich durch . . .“ (FN, 30. Januar) „Mehr gebeugte Verben“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Gerd Hofmann
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Zu diesem Thema bin ich ganz auf der Seite der FN und speziell von Redakteurin Heike Barowski, welche beide der Meinung sind, dass der bessere Lesefluss des Nichtgenderns Vorrang hat, selbst wenn sich einige des weiblichen Geschlechts dadurch benachteiligt fühlen.

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Viel wichtiger wäre die Gleichbehandlung der Frau im Berufsleben, indem sie bei gleicher Arbeit auch die gleiche Entlohnung wie der Mann erfährt.

Warum die FN einem solchen Thema aber eine ganze Seite widmen, kann ich nicht verstehen. Denn es gäbe wichtigere Themen, der deutschen Sprache zu mehr Ansehen zu verhelfen.

Für mich persönlich wird das „würde“ im Konjunktiv oft überstrapaziert und wird von mir nur als Substantiv im Sinne von „Ehre“ verwendet.

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Während „wäre“ (für sein würde) und „hätte“ (für haben würde) noch automatisch Verwendung findet, kommt das gebeugte Verb nur selten zur Anwendung.“Schösse“, statt schießen würde; „gäbe“, statt geben würde; „verdürbe“, statt verderben würde; „käme“, statt kommen würde – all das hört sich doch viel flüssiger an.

Es wäre schön, wenn sich künftig die Presse wesentlich mehr dieser gebeugten Verben bediente.