Covid-19 - Im Main-Tauber-Kreis wurde am Montag eine neue Coronavirus-Infektion bestätigt / 73 weitere Personen genesen / Impfzentrum zieht erste Bilanz Main-Tauber-Kreis: Rund 1000 Menschen bislang geimpft

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus geht im Main-Tauber-Kreis deutlich zurück. Am Montag wurde nur ein neuer Fall bekannt. 73 weitere Personen gelten dagegen als genesen.

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lra/Bild: dpa
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Blick in das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim. Bislang wurden dort 210 impfberechtigte Bürger des Main-Tauber-Kreises geimpft. © Olaf Borges

Main-Tauber-Kreis. Nur ein neuer Fall einer Coronavirus-Infektion wurde am Montag im Main-Tauber-Kreis bestätigt. Die betroffene Person lebt im Gebiet der Stadt Weikersheim und befindet sich in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2952.

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Mittlerweile sind 73 weitere und damit insgesamt 2740 Personen wieder genesen. Derzeit sind 157 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 22, Boxberg: 13, Creglingen: 1, Freudenberg: 11, Großrinderfeld: 5, Grünsfeld: 1, Igersheim: 56, Königheim: 2, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 14, Niederstetten: 4, Tauberbischofsheim: 3, Weikersheim: 2 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 14 und Wittighausen: 0.

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 66,5. Eine Woche zuvor hatte er bei 130,7 gelegen.

Das Pflegeheim Johann-Benedikt-Bembé-Stift in Bad Mergentheim wurde unterdessen aus der Quarantäne, die ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp umfasste, aufgehoben. Einzelne Bewohner bleiben jedoch noch in Isolation in ihren Zimmern.

„Starkes Zeichen der Hoffnung“

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Das Kreisimpfzentrum des Main-Tauber-Kreises in Bad Mergentheim und die daran angegliederten Mobilen Impfteams haben am Freitag, 22. Januar, den Betrieb aufgenommen. „Bei aller Kritik an der Geschwindigkeit der Impfungen in Deutschland ist es vor allem ein starkes Zeichen der Hoffnung, dass nun tatsächlich die Impfungen vor Ort begonnen haben und an sieben Tagen in der Woche stattfinden. Dies hätte noch vor drei Monaten niemand für realistisch gehalten“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder, Leiter des Arbeitsstabs Corona, gegenüber den Fränkischen Nachrichten. Seit dem Impfstart im Kreisimpfzentrum (KIZ) wurden bis Sonntag an allen zehn Tagen Impfungen verabreicht. 954 Personen haben inzwischen eine Erstimpfung erhalten. Diese gliedern sich auf in die Impfung von 210 impfberechtigten Bürgern direkt im KIZ, von 642 Bewohnern und Mitarbeitenden in Pflegeheimen im gesamten Landkreis sowie von 102 Mitarbeitern aus dem medizinischen Bereich, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und bei Rettungsdiensten tätig sind.

„Wir werden ab sofort immer zu Wochenbeginn die Impf-Zahlen der vorangegangenen Woche kommunizieren, um hier die bestmögliche Transparenz herzustellen“, erklärt Schauder. Aktuell sei auch zu beachten, dass im Main-Tauber-Kreis – wie in ganz Baden-Württemberg – die Impfdosen für die erforderliche Zweitimpfung zurückbehalten werden. Ziel sei es, dass diese in jedem Fall gesichert zur Verfügung stehen, auch wenn es zu Lieferverzögerungen kommen sollte.

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Wie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug ergänzt, werden sich die wöchentlichen Impf-Zahlen ab der vierten Woche bereits deshalb verdoppeln, weil dann Erst- und Zweitimpfungen parallel stattfinden. Diese Impfstrategie könne sich aber jederzeit ändern, wenn Land und Bund neue Vorgaben machen.

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Die Krankenkassen in Baden-Württemberg und das Sozialministerium haben sich auf Regelungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeinigt, die nicht selbstständig zu einem der Impfzentren gelangen können. Demnach kann jeder, der beispielsweise Fahrten zum Hausarzt von der Krankenkasse bezahlt bekommt, auch für den Weg zum Impfzentrum die Möglichkeit einer so genannten Krankenfahrt nutzen.

In diesen Fällen sollte grundsätzlich eine ärztliche Verordnung vorliegen, die beim Hausarzt auch telefonisch erfragt werden kann. „In keinem Fall ist es möglich, für die Fahrt auf Mittel des Rettungsdienstes, beispielsweise einen Krankentransportwagen, zurückzugreifen. Deshalb können solche Fahrten auch nicht über die Integrierte Leitstelle angefordert werden, insbesondere nicht über die Notrufnummer 112“, so ein Sprecher des Landratsamts.

Das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim verfügt für in der Mobilität eingeschränkte Personen über einen barrierefreien Ein- und Ausgang sowie Parkmöglichkeiten direkt am Gebäude. Alle anderen zu impfenden Personen sollen den extra angelegten Parkplatz des Kreisimpfzentrums nutzen, der nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Er ist durch ein Parkleitsystem ab den Ortseingängen von Bad Mergentheim ausgeschildert.

Umfangreiche Informationen rund um das Kreisimpfzentrum und die Coronavirus-Schutzimpfung sind im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus zu finden. lra

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