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Gesundheit - Immunsystem nicht mehr genügend trainiert

Main-Tauber: Experten befürchten starke Grippewelle

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Experten befürchten in diesem Jahr eine Grippe-Welle.

Main-Tauber-Kreis. Durch die starken Hygienemaßnahmen rund um das Coronavirus gab es 2020 deutlich weniger Grippeerkrankungen als in den Jahren zuvor. So ist die Zahl AOK-versicherter Influenza-Patienten im Main-Tauber-Kreis im vergangenen Jahr auf 780 Personen gesunken. 2019 waren es 1106, 2018 noch 2015. Bundesweit hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) in der Grippesaison 2019/2020 insgesamt 187 500 Fälle bestätigt, 1000 Menschen starben. Nun erwarten die Experten in dieser Herbst-Winter-Saison wieder eine heftige Grippewelle, da das Immunsystem gegen Infektionen nicht mehr genügend trainiert ist.

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Immunsystem geschwächt

Social Distancing, Abstand und Maske tragen: Damit wurde im vergangenen Winter nicht nur das Coronavirus eingedämmt, sondern auch andere Krankheiten wie grippale Infekte und die Influenza. Das Immunsystem war dadurch nicht gefordert und ist entsprechend geschwächt. „Darum warnt das RKI, dass uns jetzt mit gelockerter Maskenpflicht und weniger Abstand Infektionen besonders hart treffen könnten. Eine Grippeschutzimpfung sei daher in diesem Winter besonders wichtig“, heißt es in einer Pressemitteilung der AOK.

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Erste Patienten, die an der kleinen Schwester der Grippe, dem Erkältungsvirus RSV, erkrankt seien, lägen bereits im Krankenhaus. „Dieses Virus betrifft normalerweise nur Kinder und kommt immer ein bis zwei Monate vor der Influenza. Weil es sich aber auf dieselbe Art und Weise verbreitet, nämlich über Tröpfcheninfektion, sehen Mediziner es als eine Art Vorboten der Grippe an“, so die Verantwortlichen.

„In Anbetracht der Covid-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen von besonderer Bedeutung, um in der Grippewelle schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden. Gerade bei hohem Ansteckungsrisiko kann die Schutzimpfung dann einen großen Unterschied bedeuten und das Risiko, zu erkranken, um mehr als die Hälfte senken,“ so Dr. Hans-Peter Zipp, Arzt bei der AOK Baden-Württemberg.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle die Schutzimpfung gegen die saisonale Grippe für Menschen ab 60 Jahren und Personen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, COPD, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes, Multipler Sklerose, angeborenem oder geschädigtem Immunsystem. Die Empfehlung gelte weiterhin für Schwangere, Menschen, die in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr arbeiten und Personen, die Kinder, alte oder kranke Menschen betreuen.

„Im Zusammenhang mit der Corona-Impfung gibt die Stiko Entwarnung: Eine Impfung gegen Corona und eine Grippeschutzimpfung stehen sich nicht im Wege: Es handelt sich um unterschiedliche Wirkstoffe und das kann das Immunsystem in der Regel problemlos verkraften.“

Thema : Coronavirus FN

  • Neckar-Odenwald Lange Warteschlange vor der TSV-Sporthalle in Buchen

    Dass die Impfaktion des TSV Buchen am Sonntag in der vereinseigenen Halle am Turn-Heinrich-Platz auf großes Interesse stoßen würde, haben die Organisatoren schon im Vorfeld geahnt. Von der Warteschlange, die am Vormittag bis weit in die Bödigheimer Straße reichte, waren aber auch TSV-Vorsitzender Kurt Bonaszewski und sein Stellvertreter Manfred Röckel überrascht. Bis zur Abzweigung in die Franz-Xaver-Schmerbeck-Straße standen phasenweise Interessenten jeglichen Alters, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollten. Die ersten von ihnen warteten bereits um 7.30 Uhr vor der TSV-Halle, obwohl der Start der Impfungen erst für 11 Uhr vorgesehen war. Weil der Impfstoff auf etwas mehr als 100 Dosen begrenzt war, wurden entsprechend viele Nummern verteilt. Wer keine Nummer erhielt, musste ohne Impfung wieder gehen. „Mindestens 200 mussten wir wegschicken“, sagte Manfred Röckel im Gespräch mit den FN. „Viele hatten Verständnis. Es gibt aber auch zu recht Unmut in der Bevölkerung über die derzeitige Impfsituation.“ {element} Wer eine der begehrten Nummern ergattert hatte, wurde im Verlauf des Tages von den Helfern des TSV und des mobilen Impfteams der SLK-Kliniken aus Heilbronn durch verschiedene Stationen in der Halle gelotst – vergleichbar mit dem Ablauf in den Ende September geschlossenen Impfzentren. „Das hat völlig reibungslos funktioniert“, betone Kurt Bonaszewski. Die Idee, eine Impfaktion in der Sporthalle mit dem Wahllokal nebenan in der TSV-Geschäftsstelle zu kombinieren hatte er gemeinsam mit seiner Frau Gabriele vor drei Wochen sozusagen am Frühstückstisch. Über das Landratsamt als Vermittler bekamen die TSV-Verantwortlichen relativ zügig eine Zusage der SLK-Kliniken. {furtherread} Seit Beginn der Corona-Pandemie hat der TSV Buchen immer wieder mit verschiedenen Aktionen die Impfkampagne aktiv unterstützt – beispielsweise mit einem Fahrservice für TSV-Mitglieder in die Impfzentren. „Wir wollen, dass der Sport weitergehen kann“, erklärte Bonaszewski den Hintergrund der Aktionen. „Für uns zählt der Mensch. Die Pandemie muss irgendwann vorbei sein.“ Einen wichtigen Beitrag dazu hat der TSV am Sonntag geleistet: Am Ende der Aktion hatte das Team um Dr. Tilo Strittmatter 130 Impfdosen verabreicht, davon etwa ein Drittel Erstimpfungen und rund 50 Prozent Booster-Impfungen. Wie wichtig jede dieser Impfungen ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen im Verlauf des Wochenendes im Neckar-Odenwald-Kreis. Am Samstag meldete das Landratsamt 139 bestätigte Fälle an das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg, am Sonntag waren es 49. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie hat damit die 10 000er-Marke überschritten und lag am Sonntag bei 10 011. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Berechnungen des LGA auf 483,3 gestiegen. Aus den Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin geht hervor, dass am Sonntag im Neckar-Odenwald-Kreis 15 von 21 Intensivbetten belegt waren, drei davon mit Corona-Patienten. Mitarbeiter des Landratsamts Neckar-Odenwald stehen für Fragen rund um das Corona-Virus unter Telefon 06261/843333 oder 06281/52123333 wochentags von 8 bis 16 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 15 Uhr zur Verfügung.

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