24. Königheimer Weinblütenfest - Buntes und abwechslungsreiches Programm lockte Besucher bei lauen Temperaturen in Scharen Maike Hamann ist neue Weinkönigin

Von 
Adrian Brosch
Lesedauer: 
Weinkönigin Christina Greß übergab im Beisein von Bürgermeister Ludgar Krug und MdL Dr. Wolfgang Reinhart ihre Krone an Maike Hamann. © Adrian Brosch

Die Gemütlichkeit wurde beim 24. Königheimer Weinblütenfest wieder groß geschrieben.

AdUnit urban-intext1

Königheim. Sommerlich warme Temperaturen, ansprechende Musik, mancher Treff mit guten Freunden, das reichhaltige Unterhaltungsprogramm, der heimische Rebensaft sowie das lauschige Flair in den Straßen und Gassen ließen am Wochenende bei den zahlreichen Besuchern des Weinblütenfestes eine heitere Stimmung aufkommen.

Los ging es am Freitag bei der offiziellen Eröffnung mit Bürgermeister Ludger Krug: Mit den Weinhoheiten – namentlich Weinkönigin Christina Greß und Weinprinzessin Maike Hamann – hieß er nach kraftvoller Eröffnungsfanfare durch die von Klaus Zimmermann geleitete Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim sowie der Vorstellung von insgesamt 23 Wein- und Quetschenköniginnen aus der näheren und weiteren Umgebung die Gäste nebst den örtlichen Weinvermarkter Christian und Andreas Geier, Siegfried und Birgit Schmidt sowie Alois Schreck willkommen.

Seine Anerkennung galt den Vertretern der örtlichen Vereine, die in starker Zusammenarbeit „etwas Vortreffliches auf die Beine stellten“, ehe er über in Königheim und den Ortsteilen seit dem letzten Weinblütenfest durchgeführte oder noch anstehende Veränderungen informierte. Mit dem Hinweis auf den 35. Jahrestag der Fronleichnamsflut von 1984 gab er bekannt, dass der Bau des neuen Rückhaltebeckens unweit der B27 im März begann und voraussichtlich Ende 2020 beendet sein werde.

AdUnit urban-intext2

Besonders freute sich das Gemeindeoberhaupt über die Förderung des Landes: „Der Gesamtbetrag von fünf Millionen Euro wird mit 70 Prozent bezuschusst“, erklärte Krug. Auf der Agenda stehen weiterhin die Fertigstellung des Pülfringer Feuerwehrgerätehauses und die Neubeschaffung eines Löschfahrzeugs, wobei es hier weitere Nüsse zu knacken gelte – so sei das Gerätehaus zwischen Königheim und Gissigheim für ein solches Fahrzeug nicht ausgelegt. „Dahingehend müssen wir uns demnächst mit der Zukunft dieser Liegenschaft befassen“, betonte Krug. Als erfreulich bezeichnete er dafür die Sanierung des Bettendorff’schen Schlosses in Gissigheim und den neuen Kreisverkehr am Ortsausgang in Richtung Tauberbischofsheim, der nach einem Konzept der Firma Uihlein von Ehrenamtlichen ausgebaut wurde, die energetische Sanierung der Kläranlage mit damit einhergehender Qualitätsverbesserung des geklärten Abwassers und die Umstellung der Straßenbeleuchtung Brehmens und Pülfringens auf LED-Technik - in Königheim und Gissigheim werde diese Maßnahme gleichsam in die Tat umgesetzt.

Schließlich übergab er das Wort an die örtlichen Weinhoheiten. Auf emotionale Weise verabschiedete sich nach zweijähriger Amtszeit Christina Greß, die ihre Krone an Maike Hamann übergab und eine Bitte äußerte: „Es wäre toll, wenn sich im nächsten Jahr jemand finden würde, um diese Tradition fortzuführen“, merkte sie an und hielt fest, dass man ein solches Amt nur dann gut ausführen könne, lebe man seine Begeisterung für den Wein aus.

AdUnit urban-intext3

Hier dockte Bürgermeister Krug mit einem dicken Lob für die charmante Repräsentation Königheims und seiner Weinsorten an, ehe er Christina Greß und Maike Hamann als „wunderbare Botschafterinnen“ charakterisierte. Im Namen der Weinvermarkter bedankte sich auch Birgit Schmidt; MdL Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) beglückwünschte Königheim in seinem mit launigen Anekdoten gespickten „Abendgruß“ zu einem bemerkenswerten Event: „Gäbe es unser Weinblütenfest nicht, müsste man es erfinden!“

AdUnit urban-intext4

Nach dem Empfang verteilten sich die Besucher in die Straßen und Gassen, um das bunte Unterhaltungsprogramm zu genießen. Im „Musik-Gässle“ (Langgasse) war der ausgesprochen sympathische Alleinunterhalter und Bauchredner Heinz Heitzmann ganz auf Schlager und Evergreens von „In The Summertime“ bis „Gitarren klingen leise durch die Nacht“ und „Nein heißt ja“ eingestimmt und erfüllte auch gern manchen Wunsch seiner Hörer.

Pop- und Rockfreunde kamen eher bei „Starting Five“, „Foxy Music“ und DJ Tommy auf ihre Kosten, die ihr Publikum mit handgemachter Musik erfreuten. Am Samstag waren „The Uniques“, „UNIT4“, die Hardheimer Band „Screaming Slugs“ und der DJ „Juli’n Jellow“ die Stimmungskanonen; den sonntäglichen Frühschoppen untermalte das „Duo Grein“, auf den der Musikverein Schweinberg mit Dirigent Luk Murphy und die Jugendband/Ü40 aus Königheim folgten. Kulinarisch konnten sich die Besucher an vielen Ständen verköstigen – sowohl der Karneval-Klub Königheim (KKK), die Freiwillige Feuerwehr, die Junge Union und die Musik- und Feuerwehrkapelle als auch die Frauengemeinschaft, der Förderverein „Mehrgenerationen-Spielplatz“ und die SV-Arena standen allen offen. Natürlich gab es auch einen Weinprobierstand der Weinvermarkter - Standard bei einem echten „Weinblütenfest“.

Etwas für das Auge boten im Gegenzug zahlreiche Veranstaltungen auf der Aktionsbühne. Wurden am Samstag flotte Schautänze und akrobatische Kunststücke gezeigt, so standen am Sonntag Weinlieder mit dem Gesangverein „Liederkranz“ Königheim und Step-Aerobic sowie die Vorstellung der Kirchbergschule auf dem Programm. Den Ausklang begleiteten Violetta und Miklos Borz mit Rockmusik.