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Online-Konferenz

Kreis-SPD ist froh über Erhalt der Wasserkraft

Durchsetzung des Gesetzentwurfs wäre für ländliche Regionen Schlag ins Gesicht

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Main-Tauber-Kreis. Fassungslos wurde der Gesetzentwurf der Grünen im Bundestag zum Förder-Aus für kleine Wasserkraftwerke bis 500 Kilowattstunden von der SPD im Main-Tauber-Kreis aufgenommen. Doch die Schockstarre habe nicht lange angehalten, heißt es in einem Bericht der Partei über eine Online-Konferenz.

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„Durch das Zusammenspiel der örtlichen SPD mit den SPD-Verantwortlichen im Kreis und im Bund und durch den Einsatz der Kommunen konnte das Gesetz verhindert werden“, so Anja Lotz, stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD. In einer Online-Konferenz mit den Parteivorsitzenden wurde deutlich, dass sich die SPD in der Ampelkoalition intensiv für die kleine Wasserkraft eingesetzt hat.

Das große Miteinander, die Nutzung der Netzwerke, die überfraktionelle und parteiunabhängige Gemeinschaftsleistung machten das möglich. Es war nicht eine Partei oder eine Person, die dafür gelobt werden kann, dass die kleine Wasserkraft erhalten bleibt und weiterhin die staatliche Förderung erhält.

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„Die Durchsetzung des Gesetzentwurfs wäre für unsere ländliche Region ein Schlag ins Gesicht und nicht nachvollziehbar gewesen. Es herrscht ein gutes Miteinander zwischen der Bevölkerung und den Betreibern der kleinen Wasserkraftwerke“, so Lotz. Ein Ziel der SPD sei, dass Erträge aus erneuerbaren Energien bei den Bürgern bleiben und nicht nur Konzerne davon profitieren sollten.

Das Verhältnis der Wasserkraftwerksbetreiber zu den Fischereivereinen sei sehr gut. Gerade die kleinen Wasserkraftwerke hätten mit ihren engmaschigen Reusen wesentlich weniger Fischverluste zu verantworten als die großen mit breiten Stababständen. Auch würden die strengen Auflagen der europäischen Wasserrichtlinie eingehalten. So werde zum Beispiel Elpersheim mit knapp 1000 Einwohnern durch ein Wasserkraftwerk mit Strom versorgt. Durch die Wasserkraft sei im Ort eine breite Flussfläche geschaffen worden, die aus historischer Sicht zum Ortsbild gehört. Würde das Wasser nicht mehr durch das Wasserkraftwerk kontrolliert aufgestaut werden, hätten die Häuser Probleme aufgrund des fallenden Grundwasserspiegels. Das Flussbild mit seiner üppigen Flora und Fauna wäre ohne die Wasserkraft zerstört.

„Wir müssen uns unabhängig vom fossilen Energielieferanten Russland machen, deshalb haben wir uns zum Schutz unserer heimischen Energieerzeuger eingesetzt“, fasste Anja Lotz zusammen.

Es sei befriedigend zu sehen, dass mit Hilfe der großen Solidarität die gewachsenen, bestens funktionierenden Strukturen erhalten werden können.

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