Gemeinderat Tauberbischofsheim - Ausbau der Fußgängerzone stand im Mittelpunkt / Ablaufplan im Detail vorgestellt Zweiter Bauabschnitt beginnt pünktlich

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Fabian Greulich
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Der Ausbau der Fußgängerzone in Tauberbischofsheim geht gut voran. Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan, so dass am Montag mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden kann.

Die Arbeiten im oberen Teil der Fußgängerzone sollen bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt schließt sich nahtlos an. Schon am Montag soll es unter anderem im Klosterhof weitergehen.

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Tauberbischofsheim. "Die letzten Arbeiten des ersten Bauabschnitts sollen zum Ende dieser Woche abgeschlossen sein", erklärte Tiefbauamtsleiter Zoltan Szlaminka im Rahmen der Gemeinderatssitzung am Mittwoch in der Stadthalle. Nahtlos gehe es dann bereits am Montag weiter. "Der zweite Bauabschnitt beginnt pünktlich und soll im November fertig sein."

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In drei Kolonnen werde mit den umfangreichen Arbeiten begonnen. Eine davon widme sich dem Klosterhof, wobei hier zunächst der hintere Bereich angegangen werde. Die beiden anderen Kolonnen würden mit Tiefbauarbeiten in der Fußgängerzone beginnen. Die fußläufige Erreichbarkeit der umliegenden Geschäfte sei dabei jederzeit gewährleistet.

Mit den bauausführenden Firmen sei zudem vertraglich festgelegt, dass die Arbeiten im Bereich Klosterhof sowie vom Marktplatz bis zum Schlossplatz rechtzeitig vor dem 42. Tauberbischofsheimer Altstadtfest (1. bis 3. Juli) abgeschlossen sein müssen, so Szlaminka.

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Wie der Leiter des Tiefbauamts weiter erläuterte, sei für den Hauptbereich des Klosterhofs ein glattes Pflaster vorgesehen, das in Form und Farbe fein auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt sei. Noch nicht entschieden sei die Installation von Sonnensegeln. Hier habe das Denkmalamt Bedenken geäußert, da der freie Blick auf die Fassaden der historischen Gebäude verdeckt werde (die FN berichteten).

"Wir werden der Behörde deshalb einen Kompromiss vorschlagen, die statt drei nur noch zwei Sonnensegel vorsieht. Dadurch bleibt die Seite zum Standesamt hin frei und der Blick auf die Fassade ist gewährleistet", erläuterte Bürgermeister Wolfgang Vockel.

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Auf der gegenüberliegenden Seite würden zwei Segel gespannt, die jedoch aufrollbar und zugleich wetterfest seien. "Ziel des Ganzen ist schließlich ein Aufenthaltsbereich, auch bei regnerischem Wetter", so das Stadtoberhaupt.

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Bemerkt wurde in diesem Zusammenhang auch, dass der Klosterhof in früheren Zeiten stark mit Bäumen, Sträuchern und Büschen bewachsen war, was den Blick auf die Fassaden deutlich mehr eingeschränkt habe.

"Für mich ist es eine Anmaßung, wenn man meint, uns da etwas aufzwingen zu können. Mit dem Kompromiss kommen wir dem Amt sehr entgegen", betonte Stadtrat Gerhard Baumann (CDU).

Wie Zoltan Szlaminka weiter ausführte, wolle man im Bereich zwischen Klosterhof und Marktplatz, aber auch entlang der Fußgängerzone bis hinauf zur Sparkasse, durch eine entsprechende Gestaltung des Pflasters historische Grundrisse (zum Beispiel von ehemaligen Stadttoren) kennzeichnen. Stadtpläne aus der Mitte des 18. Jahrhunderts würden dabei als Vorlage dienen.

Am oberen Ende der Fußgängerzone sei zudem wieder die Installation von Kinderspielgeräten vorgesehen.

Nächster Schritt sei die Vorstellung von weiteren Gestaltungselementen wie Lampen und Leuchten im Technischen Ausschuss.

Gemeinderat in Kürze

  • Der Jahresabschluss 2014 des Betriebs gewerblicher Art "Photovoltaikanlagen und ruhender Verkehr" wurde vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Bürgermeister Vockel betonte, dass sich die Installation der Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden gelohnt habe. Das Projekt laufe sogar deutlich besser, als zunächst angenommen.
  • Der Gemeinderat stimmte am Mittwoch der Wahl von Thorsten Hirth zum Abteilungskommandanten und Jens Sack zum stellvertretenden Abteilungskommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Hochhausen geschlossen zu. gf

Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales