Stromversorgung - Gemeinsame Gesellschaft "Taubernetze" gegründet / Gesellschafter sind Stadt und EnBW Kommunale Beteiligungen "Wir haben Neuland betreten"

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Verträge zur Gründung der Stromnetzgesellschaft "Taubernetze GmbH & Co. KG" wurden im Rathaussaal unterzeichnet. Sitzend (von links) Dr. Nikolaus Scheierle, Michael Gutjahr, Bürgermeister Wolfgang Vockel und Geschäftsführer Klaus Roth. Stehend (von links) Matthias Stephan (EnBW), Andreas Lange (Rödl und Partner), Jan Koch (EnBW) sowie Bernhard Ries (EnBW).

© Seybold

Tauberbischofsheim. Von einem "historischen Tag" sprach Bürgermeister Wolfgang Vockel am Dienstag im Rathaussaal. Anlass war die Unterzeichnung der Verträge zur Gründung der gemeinsamen Stromnetzgesellschaft "Taubernetze GmbH & Co. KG" sowie des Konzessionsvertrags für das Stromnetz.

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Zuvor war das Vertragswerk in Stuttgart notariell beglaubigt worden. Ab dem 1. Januar des nächsten Jahres werden die Stadt und EnBW eine gemeinsame Gesellschaft zur Stromversorgung Tauberbischofsheims betreiben, wobei die Stadt 66 Prozent der Anteile besitzt, die EnBW Kommunale Beteiligung 33 Prozent.

Nach 20 Jahren "problemloser Laufzeit", so Bürgermeister Vockel, war der Konzessionsvertrag mit EnBW ausgelaufen. Jetzt wollen Stadt und Gemeinderat mehr Verantwortung übernehmen und bei wichtigen Themen im Bereich der Stromversorgung mitbestimmen.

Der jetzigen Unterzeichnung sei ein sehr kompliziertes Verfahren vorangegangen, weshalb man sich kompetente Beratung durch das Büro Rödl und Partner mit ins Boot geholt hatte.

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Nachdem der Vertrag unterzeichnet wurde, wird die Gesellschaft, Geschäftsführer ist Klaus Roth, am 1. Januar die Arbeit aufnehmen. Sie wird das Stromnetz an die Netze BW verpachten.

Bürgermeister Vockel würdigte abschließend den sehr guten, harmonischen, konfliktfreien und zielorientierten Verlauf der Verhandlungen. "Wir haben mit diesem Verfahren als Stadt Neuland betreten", so das Stadtoberhaupt.

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Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei der Ausarbeitung der Verträge attestierte auch Dr. Nikolaus Scheierle, Leiter der Kommunalen Beteiligung der EnBW. Diese Unterzeichnung sei im übrigen genau die 100. dieser Art in Baden-Württemberg. Mit dieser Zusammenarbeit kämen die Stärken beider Partner in idealer Weise zusammen. "Dabei wird aus 1+1 tatsächlich etwas mehr als 2."

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An die Tradition des früheren Badenwerks in Tauberbischofsheim erinnerte der Leiter des EnBW-Regionalzentrums Neckar-Franken, Michael Gutjahr. EnBW sei auch danach stets vor Ort präsent geblieben und konnte damit in Störungsfällen schnell aktiv werden. "Dieser Standort ist für uns wichtig geblieben."

Die neue Gesellschaft sei jetzt in der Lage, direkt über Investitionen vor Ort zu entscheiden. Auch sei es dann auf perfekte Weise möglich, Arbeiten im Netz mit laufenden städtischen Maßnahmen zu koordinieren.

"Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Zusammenarbeit. sey