KAB - Thema "Klimawandel am Beispiel der Philippinen" Viele Informationen erhalten

Lesedauer: 

Impfingen. Ein KAB-Informationsabend zum Thema "Klimawandel am Beispiel der Philippinen" fand im Konferenzraum von St. Bonifatius statt.

AdUnit urban-intext1

Bernhard Speck informierte zunächst an Hand eines Grundlagenpapiers von Misereor über die geografischen und demografischen Daten der Philippinen. Die Philippinen sind ein ostasiatischer Staat und bestehen aus 7107 Inseln. Die Hauptstadt ist Manila mit 11,5 Millionen Einwohnern. Über 50 Prozent der Bevölkerung ist unter 24 Jahren. Nur 4,4 Prozent sind älter als 65 Jahre.

Die Philippinen sind aufgrund ihrer geographischen Lage Wetterphänomenen wie starken Stürmen und Taifunen sehr stark ausgesetzt, insbesondere die Küstenregionen am Pazifik. Die Mehrheit der an der Küste wohnenden Einwohner leben vom Fischfang.

Klimawandel

Der Klimawandel bewirkt auch, dass sich die Fischer aus Angst vor Taifunen zum Fischfang nicht mehr so weit auf das Meer trauen. Deshalb minimieren sich auch ihre Fangquoten. Die Arbeit von Misereor unterstützt über eine Partnerorganisation die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Menschen. Diese setzt sich auch dafür ein, die politischen Rahmenbedingungen zu verändern, um den Klimaschutz zu verbessern und dem fortschreitenden Klimawandel zu begrenzen.

AdUnit urban-intext2

Durch Schulungen in Kleingruppen werden die Fischerfamilien über ihre rechtlichen Möglichkeiten und die geltenden Umweltschutzgesetze informiert. In einer Bildpräsentation von Misereor wurde aufgezeigt, wie die betroffenen Menschen sich zusammenschließen, um gegen Fremdfischer vorzugehen. Außerdem konnte man sehen, wie die Betroffenen die Neuanpflanzung von Mangroven vornehmen. Der Mangrovenwald bietet Schutz vor Sturmfluten und ist die Kinderstube von vielen Fischarten.

Nach den Ausführungen von Bernhard Speck stellte Christiane Schäffner das diesjährige Hungertuch von Misereor vor, das die Thematik "Gott und Gold" aufgreift. Es wurde von dem chinesischen Künstler Dao Zi gestaltet. Als Grundlage für seine Arbeit bezog er sich auf die Textstelle Mt 6,21 des Neuen Testamentes insbesondere auf den Vers "Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott".

AdUnit urban-intext3

Damit möchte der Künstler aufzeigen, dass Gold und Geld Segen oder Fluch sein können, je nachdem wie man mit ihnen umgeht. Christiane Schäffner bat dann die Teilnehmer um ihre Interpretation des Hungertuches . Dabei kamen erstaunliche Erklärungen zustande. Vertieft wurde das Thema im Anschluss durch die Frage an die Zuhörer: "Woran hängt Ihr Herz, im Himmel und auf Erden?"

AdUnit urban-intext4

Die Auswertung dieser Fragestellung ergab eine große Vielfalt von nachdenklichen und hoffnungsvollen Antworten. In einer Abschlussmeditation und einem Segenswort von Christiane Schäffner endete der spirituelle Teil des Abends. bsp