Alte Füllerei - "medlz" nahmen die Zuschauer in Distelhausen auf eine musikalische Zeitreise von "Mozart bis Mercury" mit Stilsicherer Streifzug von Klassik über Chanson bis Rock

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Die "medlz" aus Sachsen begeisterten im tauberfränkischen Distelhausen mit ihrer musikalischen Zeitreise von "Mozart bis Mercury" das Publikum.

© Uwe Büttner

Tauberbischofsheim. Die Spielzeit in der Alten Füllerei in Distelhausen begann mit einem mitreißenden A-Cappella-Konzert mit den "medlz" und ihrer musikalischen Zeitreise von "Mozart bis Mercury". Mit der kleinen Nachtmusik von Mozart begann das mitreißende und stimmgewaltige Konzert mit den "medlz". "medlz" stehe für gute Laune, so eine der Akteurinnen und das bewiesen die vier Damen aus Sachsen mit ihrem tollen und charmanten Vortrag. Die musikalische Reise begann ganz klassisch mit Mozarts "Ave Verum" und stimmte so auf den weiteren Abend ein. Schon im Kinderchor in Dresden hatten drei der vier "medlz" erste musikalische Erfahrung mit Volksliedern gemacht und das in verschiedensten Sprachen. Nach Distelhausen hatten sie ein schönes schwedisches Volkslied aus dem Värmland mitgebracht, das sie genauso beeindruckend zum Besten gaben wie "Es waren zwei Königskinder" und den Gospel "Joshua in the battle of Jericho".

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Der nächste Zeitsprung ging dann direkt ins 20. Jahrhundert und eine der großen Diven dieser Zeit war die unvergessene Marlene Dietrich. Eines ihrer bekanntesten Lieder aus dem Film "Der blaue Engel" ist hier natürlich "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Lieb eingestellt". Die bekannteste französische Chansonsängerin ist und war Edith Piaf, der Spatz von Paris mit einem ihrer schönsten Lieder "La vie en Rose" begeisterten die "medlz" ihr Publikum. Danach machten sie wieder einen musikalischen Zeitsprung in die 1950er Jahre. Da darf natürlich auch ein bisschen Bass mit dabei sein und das war dann auch die einzige technische Unterstützung beim Bühnengesang.

Eine der ersten Girl Groups waren die "Cordettes" mit ihrem bekannten Gassenhauer "Mister Sandman". Louis Armstrong beschwerte der Schlagerwelt viele schöne Lieder und eines davon ist das unvergessene "What a wonderful world" - die passende Stimme hierzu lieferte Joyce, der Neuzugang der "medlz" ganz beeindruckend. Eine der bekanntesten rheinischen Frohnaturen der 1950er und 1960er Jahre war Trude Herr. Von ihr gab es das Lied "Ich bin morgens immer müde", das bei den "medlz" zum Discoklassiker mutierte.

Nach einer kurzen Pause ging es rasant und charmant - diesmal mit poppigerem kürzerem Outfit - weiter. Die Sängerinnen kamen nicht mit den berühmten Pilzköpfen auf die Bühne, aber dafür mit einem ihrer bekanntesten Hits, den es übrigens auch in einer deutschen Version gibt, auf die Bühne. "She loves you" brachte damals die Teenies zum Kreischen - die Mädels lösten eine Applauswelle aus. Die Motown-Musik der 1960er prägte eine ganze Generation und zu den bekanntesten Vertreterinnen dieses Genres gehörten die "Supremes" mit ihrem Welthit "You can't hurry love".

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Wer kommt auf die Idee Texte von Udo Jürgens mit Melodien von Michael Jackson zu singen? Und wie klingt da "Mit 66 Jahren" zu der Melodie von "Billi Jean?" Einfach gut - das bewiesen die "medlz" mit Bravour.

Bei anderen Künstlern wie Grönemeyer zu Melodien an "ABBA" war das allerdings etwas schwierig die Lieder zu erkennen.

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Das Programm hieß von "Mozart bis Mercury" und vom viel zu früh verstorbenen Freddy Mercuy gaben die medlz gleich zwei Songs zum Besten "We will rock you" und "The show must go on".

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Die Neue Deutsche Welle begeisterte in den 1980er Jahren eine ganze "Spaßgeneration". Doch wie hören sich die Texte eigentlich auf sächsisch an? Ganz melodisch aber auch recht witzig, wie die "medlz" bewiesen. Bei "Major Tom´" durfte schließlich das Publikum im Kanon mitsingen - ein echter Hörgenuss. Nach dem Lied gab es stürmischen Beifall und stehende Ovationen vom durchweg begeisterten Publikum.

Doch Aufhören durften die Akteurinnen noch nicht. So gab es noch passend zur aktuellen politischen Zeit das Lied "Imagine" von John Lennon, bei dem es sehr still im Konzertsaal wurde.

Mit dem Lied "Der Mond ist aufgegangen" verabschiedeten sich die bestens gelaunten "medlz" aus Sachsen von der Distelhäuser Showbühne.

Das Konzert mit seiner ausgezeichneten musikalischen Auswahl und den bezaubernden Sängerinnen kam hervorragend beim begeisterten Publikum an. ubü