Prunksitzung - KKK zündete in der vollbesetzten Brehmbachtalhalle ein närrisches Feuerwerk / Hannes und der Bürgermeister auf "kennemerisch" / Endlich richtig vereidigt: Ludger Krug musste auf die Bettflasche schwören

Lesedauer: 

Die Brehmbachtalhupfer (Bild oben) und die Elferratsgarde wirbelten bei der KKK-Prunksitzung über die Bühne.

© Julia Stang

Der Königheimer Karneval Klub feierte am Samstag seine traditionelle Prunksitzung und begeisterte das Publikum in der ausverkauften Brehmbachtalhalle.

AdUnit urban-intext1

Königheim. Der Abend begann mit einer erschreckenden Nachrichtenübertragung. Präsident Dominik Greß wurde am Nachmittag als Austauschgeisel für den neuen Königheimer Bürgermeister Krug von der "Dieschter Armee Fraktion" verschleppt. Das Publikum verfolgte live am Bildschirm die spannende Befreiungsaktion des "Sack-Einsatz-Kommandos" der Landsknechte, welche den Präsidenten unter Trommelwirbel direkt aus Dienstadt auf die Prunksitzungsbühne brachten.

Frischen Wind brachte dann auch der Einzug des Elferrats und der auswärtigen Gastabordnungen, die in diesem Jahr vom Publikum mit dem Königheimer Gassenhauer "Karls Traum" auf die Bühne gesungen wurden. Mit einem lauten "Bettflasche Ahoi" begrüßte Dominik Greß in gewohnt souveräner Narrenmanier die Zuschauer. Dieter Schmitt, der Präsident der Höhgöiker aus Glashofen, überbrachte seine Grußworte und die besten Wünsche im Namen aller anwesenden Fastnachtsgesellschaften.

Im Anschluss wurde das abwechslungsreiche Programm durch den tollen Gardetanz der Brehmbachhüpfer des KKK eröffnet (Trainerinnen: Silke Egles und Tanja Waltert). Weiter ging es mit dem "Hauptmann Küppers" vom Veitshöchheimer Carneval Club, der bei allen anwesenden Narren mit seiner mitreißenden Bühnenperformance für Zucht und Ordnung sorgte. Danach fegten die Mädels der Kalrobendancer aus Igersheim und die Prinzengarde aus Schweinberg die Bühne (Igersheim: Julia Winkler, Schweinberg: Carina Künzig und Jessica Huber).

AdUnit urban-intext2

Für die größten Lacher des Abends sorgten Königheims Neu-Bürgermeister Ludger Krug und Pfarrer Franz Lang mit der Königheimer Version von "Hannes und der Bürgermeister". Lang hatte es sich "schon gedacht, dass das passiert, mir werde jetzt von Diescht regiert". Aber Krug zeigte, dass er humorvoll und nicht knausrig ist und stets eine offene Tür und offene Flasche Schnaps für ihn habe. So nahmen sie sich gegenseitig aufs Korn, was das Publikum zum Johlen brachte. Der Königheimer Pfarrer schenkte dem Schulz zum Dank ein Windrädchen "damit stelle mir Kenche zu und Königheims wilder Süden gibt Ruh".

Präsident Greß ließ Ludger Krug dann noch einen Treueschwur auf die geliebte Bettflasche ablegen und versprechen, dass er dem KKK stets positiv gestimmt sei.

AdUnit urban-intext3

Anschließend führte die Königheimer Bettflaschengarde (Vanessa Reinhart und Anette Schreck) mit ihrem spitzenmäßigen Schautanz "Wo bleibt die Sonne?" das Publikum in wärmere Gefilde.

AdUnit urban-intext4

Dieter Zirkelbach nahm dann als "Opa August" die Beziehung zwischen Mann und Frau auf die Schippe. Nach einer Schunkelrunde, die durch "The-One-And-Only" Klaus Zimmermann und seine Königheimer Musikkapelle begleitet wurde, folgten die drei Tenöre & Co. aus Glashofen. Unter dem Motto "Es lebe der Sport" boten sie eine unterhaltsame Show aus Tennis, Doppel-Kajak, Rennfahren und Boxen.

Für einen großen Applaus sorgten dann auch die Mädels der Elferratsgarde des KKK, die einen großartigen Gardetanz auf Parkett legten (Julia Reinhart und Vanessa Hammrich).

Der Königheimer Manfred Grüner hatte dann mit seiner Büttenrede als Finanzberater den perfekten Plan, um die Gemeinde bis 2018 schuldenfrei zu machen.

Ihr tänzerisches Können zeigte anschließend die gemischte Schautanzgruppe aus Glashofen, die mit ihrem super Schautanz "Ah, die Post ist da" Liebesbriefe, Rechnungen und Urlaubsgrüße überbrachten.

Die Lachmuskeln aller Anwesenden wurden dann von Otmar Schraut aus Binsfeld trainiert, der als Bauer Eugen frei nach dem Motto "Liebe vergeht, Hektar besteht" aus seinem Leben erzählte. In einer Weltpremiere sang dann das närrische Publikum mit ihm ein Lied über seine Lieblings-Sau Ludwina, die die schönste im ganzen Stall ist. Den Elferrat verdonnerte er dabei zum Grunzen und Bellen, der Musikkapelle verbot er mehrfach, sich in seinen Vortrag einzumischen, woraufhin die Zuschauer natürlich grölten.

Den Weg "Vom Nerd zum Sprayer" zeigte die neu gegründete Königheimer Schautanzgruppe, die zu coolen Beats tanzten (Silke Egles und Carmen Sommerfeld).

Mit ihrer Bühnen-Premiere brillierten im Anschluss die drei Vorstände (Christof Hammrich, Thomas Wolz und Thorsten Hammrich) des Königheimer Karneval Klubs. Als deutsche Schlager-Tenöre schwebten sie elegant mit ihrem Hit "Aber dich gibt's nur einmal für mich" über die Bühne. Als tänzerisches Highlight des Abends glänzten wieder einmal die Jungs des Königheimer Männerballetts. Die von Elke Schiltmeyer und Regina Haubelt trainierten Tänzer rissen die Zuschauer mit ihrer "90ies on fire"-Show von den Stühlen, welche sie natürlich nicht ohne Zugabe gehen lassen wollten. Als gelungener Abschluss des Abends schmetterten alle anwesenden Narren gemeinsam mit Karl Haag und Manfred Grüner den Königheimer Evergreen "Kenche Ahoi" und gaben mit dem Refrain "Sin mir an Foschnocht o Mol blau, fohrn mir mim Stöwwerkarre" das Motto für die kommenden närrischen Wochen vor. just