Matthias-Grünewald-Gymnasium - Stadt brachte gesamten Chemie-Trakt mit rund 160 000 Euro auf Vordermann / Ergebnis besichtigt Lernen auf gymnasialem Niveau

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Schulleiter Josef Münster, Karl Zesewitz vom städtischen Bauamt und Bürgermeister Wolfgang Vockel (von links) überzeugen sich vom erfolgreichen Umbau des Chemietrakts.

© Matthias-Grünewald-Gymnasium/Feuerstein

Tauberbischofsheim. Die Sanierung des Matthias-Grünewald-Gymnasiums geht zügig voran. Mit der grundlegenden Überarbeitung des Chemietrakts stehen den Schülern Fachräume zur Verfügung, die modernen naturwissenschaftlichen Unterricht ermöglichen. Schulleiter Josef Münster nahm bei einem Rundgang mit Bürgermeister Wolfgang Vockel und Karl Zesewitz vom städtischen Bauamt den Fortschritt der Maßnahmen in Augenschein.

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Die Stadt hat kräftig investiert. Für 160 000 Euro wurde der gesamte Chemietrakt im obersten Stock des Gymnasiums saniert. Belüftung, Laboreinrichtung und Sammlungsraum sind jetzt auf dem neuesten Stand. Schüler und Lehrkräfte können jetzt gefahrlos auch anspruchsvolle Experimente durchführen, bei denen es auch einmal knallt und stinkt.

Oberstudiendirektor Josef Münster betonte beim Rundgang die Notwendigkeit der Maßnahmen. In den vergangenen Jahren haben die naturwissenschaftlichen Fächer ihm zufolge eine stetige Aufwertung erfahren. So seien zu den traditionellen Fächern Biologie, Chemie und Physik neue Fächerverbindungen wie Naturphänomene in der Unterstufe beziehungsweise Naturwissenschaft und Technik in der Mittelstufe hinzugekommen. Die neuen Bildungspläne sehen ab dem nächsten Schuljahr einen weiteren Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik in den Klassenstufen 5 und 6 vor.

Mit den neuen Fächerverbünden geht, so Münster, auch ein inhaltlicher Paradigmenwechsel einher. "Lernen heute bedeutet nicht mehr, Inhalte einfach präsentiert zu bekommen und diese dann zu verinnerlichen." Die moderne Fachdidaktik sehe einen hohen Anteil an Projektarbeit vor. "Die Schüler sollen selbstständig Erkenntnisse gewinnen, indem sie experimentell arbeiten", erklärte der Schulleiter.

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Dazu müssen die Rahmenbedingungen an der Schule stimmen. Es braucht, so Münster, qualifizierte Lehrkräfte, die in Fachräumen mit multifunktionaler Einrichtung anspruchsvollen naturwissenschaftlichen Unterricht erteilen. Gut ausgerichtete Sammlungen sind seiner Meinung nach hierfür hilfreich, Kooperationen mit externen Partnern wünschenswert.

All das trifft auf das Matthias-Grünewald-Gymnasium zu. Der Schulleiter freute sich, dass nach der Sanierung sich die Rahmenbedingungen am MGG weiter verbessert haben. Sanierung und Modernisierung seien auf qualitativ hohem Niveau durchgeführt worden. Das MGG verfügt seinen Angaben zufolge jetzt über neun naturwissenschaftliche Fachräume "mit hervorragender Ausstattung, die modernen Sicherheitsstandards entsprechen". Dem konnte Wolfgang Vockel nur zustimmen. "Das Geld ist gut, nämlich zukunftsorientiert und nachhaltig, angelegt", versicherte der Bürgermeister. Die Kommune sei sich ihrer Verantwortung als Schulträger bewusst. In den vergangenen Jahren habe man kontinuierlich beträchtliche Summen investiert. Vockel war überzeugt: "Zeitgemäßes Arbeiten auf gymnasialem Niveau ist damit möglich." mgg