Technischer Ausschuss - Ausbau der Mergentheimer Straße beginnt Mitte Juni / Neuer Hochbehälter auf dem Laurentiusberg im Blickpunkt "Konkreter Zeitplan liegt endlich vor"

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Fabian Greulich
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Bürgermeister Wolfgang Vockel (Zweiter von rechts) und die Mitglieder des Technischen Ausschusses besichtigten das Gebäude Nummer 5 auf dem Laurentiusberg (im Hintergrund), um sich einen Eindruck vom Zustand des zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzten Bauwerks zu verschaffen.

© Fabian Greulich

Im Mittelpunkt der Sitzung des Technischen Ausschusses standen am Dienstag etliche Bauvorhaben. Unter anderem wurde der Zeitplan für den Ausbau der Mergentheimer Straße vorgestellt.

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Tauberbischofsheim. Im Vorfeld der Sitzung trafen sich Bürgermeister Wolfgang Vockel und die Mitglieder des Ausschusses auf dem Laurentiusberg. Auf dem ehemaligen Kasernengelände stattete man dem stadteigenen Gebäude "Nummer fünf" einen Besuch ab.

Nachdem der Komplex zuletzt vom Kreis für die Unterbringung von Flüchtlingen verwendet worden war, geht es für die Kommune nun darum, die Nutzungsmöglichkeiten des städtischen Areals, zu dem zwei weitere Gebäude (Nummern drei und vier) gehören, auszuloten. Konkret ließen sich Bürgermeister und Ausschussmitglieder von einem Experten über den Zustand des ehemaligen Unterkunftsgebäudes der Bundeswehr informieren. "Es geht darum, festzustellen, ob es sich lohnt, das in die Jahre gekommene Gebäude zu sanieren. Oder ob nicht doch ein Abriss die sinnvollere Variante ist", so Bürgermeister Vockel.

Zunächst müsse man das endgültige Ergebnis der laufenden Untersuchung durch ein Fachbüro abwarten. Es sei jedoch wichtig, "dass der Technische Ausschuss weiß, wovon wir reden". Bereits vor einigen Jahren ist nach Informationen der Fränkischen Nachrichten in einem Gutachten ein Wert von 112 000 Euro für den Anfang der 1960er Jahre errichteten Komplex attestiert worden. Inzwischen muss dieser Wert aber sicher auf unter 100 000 Euro nach unten korrigiert werden.

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Zurück im Sitzungszimmer "Klosterhof" vergab der Technische Ausschuss einstimmig die Tischlerarbeiten sowie die Ausstattung von acht Schulküchen im Neubau des Schulzentrums am Wört. Den Zuschlag erhielt der günstigste Bieter, die Firma WHB Küchen- und Gerätevertrieb aus Neuenkirchen zum Preis von rund 142 000 Euro. Drei weitere Bieter hatten deutlich darüber gelegen.

Ebenfalls an den günstigsten Bieter vergab das Gremium die "Betriebsführung der Straßenbeleuchtung in Tauberbischofsheim und den Stadtteilen". Dabei handelt es sich um die Netze BW GmbH (Öhringen), die auch bisher zuständig war. Die Vertragslaufzeit beträgt vier Jahre (ab 1. Juli). Die Kosten liegen für den gesamten Zeitraum bei rund 114 000 Euro.

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Neuigkeiten hatte Bürgermeister Vockel zum Ausbau der Mergentheimer Straße. Endlich liege ein konkreter Zeitplan vor. Gebaut werde ab Montag, 19. Juni, in vier Abschnitten. Während des ersten Teils (zwölf bis 13 Wochen) werde die Tauberbrücke komplett gesperrt. Die Straße werde nur halbseitig freigegeben. Der Verkehr von Wertheim kommend in Richtung Bad Mergentheim könne ungehindert fließen. Der Verkehr aus der Gegenrichtung müsse allerdings großräumig umgeleitet werden. "Definitiv wird es zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Darauf müssen wir uns einstellen", so Vockel. Geprüft werde, ob in diesem Zusammenhang die alte Panzerstraße genutzt werden könne.

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Im zweiten Abschnitt werde die Würzburger Straße für sechs bis sieben Wochen gesperrt. Danach folge der zweite Teil der Mergentheimer Straße (ebenfalls sechs bis sieben Wochen), ehe die Maßnahme in einem vierten Abschnitt abgeschlossen werde. Wie Vockel betonte, sei die Stadt an der Umsetzung finanziell erheblich beteiligt, denn der komplette Tiefbau (Wasser und Abwasser) sowie die Gehwege fielen in deren Zuständigkeit.

Wichtige Informationen hatten Bürgermeister Vockel und Tiefbauamtsleiter Zoltan Szlaninka zum bevorstehenden Bau des neuen Wasserhochbehälters auf dem Laurentiusberg, der im Zuge der Neukonzeption der Wasserversorgung durch den Zweckverband Mittlere Tauber errichtet werden muss, jedoch mit einem Volumen von rund 1,2 Millionen Euro als Eigenmaßnahme der Stadt realisiert wird.

Der neue Hochbehälter habe zwei Wasserkammern mit einem Gesamtvolumen von 1800 Kubikmetern. Er werde künftig den Spitzentagesbedarf von Dittigheim, Dittwar, dem Laurentiusberg sowie einem Drittel der Stadt vorhalten. "Die Ruhewasserspiegellage des neuen Behälters liegt bei 237,5 Metern über dem Meeresspiegel. Der Hochbehälter ist vollständig in Betonbauweise geplant", so Szlaninka.

Der Behälter werde bis auf die Zugangsseite zum Rohrkeller und einer Wand der Wasserkammer erdüberdeckt hergestellt, um eine bestmögliche Anpassung in die Umgebung zu erhalten.

Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales