Gemeinderat Werbach (2) - Grunderwerb zurückgestellt Gespräche gefordert

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Werbach. Ende September vergangenen Jahres wurde in Werbach der zweite Abschnitt des Neubaugebiets erschlossen. Von den 20 Bauplätzen sind 13 bereits verkauft, für vier Plätze liegen der Gemeinde Reservierungen vor. Bürgermeister Ottmar Dürr bezeichnete dies als "Erfolgsstory".

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Früher als geplant, wollte jetzt die Gemeinde die Bodenflächen für den letzten Bauabschnitt, Mischgebiet "Strut" (gegenüber dem Neubaugebiet "Amberg" Richtung Baumarkt), erwerben. Doch der Gemeinderat beschloss am Dienstagabend, seine Zustimmung dazu zu verschieben. Der Punkt solle vertagt werden. "Ich fühle mich von der Situation überfahren. In anderen Ortsteilen sinkt die Bevölkerung. Da muss auch etwas passieren und nicht nur in Werbach", gab Philipp Bopp (Unabhängige Bürgerliste) zu bedenken. Auch die Ortsteile Brunntal und Wenkheim würden händeringend Bauplätze benötigen.

"Jede Familie, die hier baut, wirkt sich positiv auf die Gemeinde aus", so Dürr. Er führte die Erhaltung der Grundschule als Argument ins Feld. Auch Kämmerer Bernhard Bach verwies darauf, dass es sich nicht um die Erschließung eines komplett neuen Baugebiets handele, sondern lediglich um eine seit langem geplante Fortführung.

Michael Zwingmann (Aktive Bürger) brachte die Meinung vieler auf den Punkt: "Das Mischgebiet ,Strut' ist tatsächlich der Lückenschluss im Werbacher Baugebiet. Und der kommt auf jeden Fall. Da wäre es vorab aber sinnvoll, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Hier fehlen einfach die Gespräche mit den Ortsteilen, in denen man ihnen ihre Perspektiven aufzeigt oder gemeinsam mit ihnen erarbeitet. Und das sollte in Ruhe passieren. Dann fühlen sich die Ortsteile auch nicht so abgehängt." hhei