Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim - Schüler und Flüchtlinge unternahmen gemeinsamen Ausflug in die Stuttgarter Wilhelma "Eine tolle Basis zum besseren Kennenlernen"

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Tauberbischofsheim. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts der Klasse TGM11 (Technisches Gymnasium Mechatronik) und der VABO (Vorbereitung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim, erkundeten Schüler zusammen mit Flüchtlingen die Stuttgarter Wilhelma.

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Um die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft zu fördern, beschlossen die Schüler aus der Klasse TGM11 im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts mit ihrer Lehrerin Stefanie Lotter am Anfang des Schuljahres, mit den Flüchtlingen der VABO-Klasse ein Projekt der Begegnung zu starten. Gemeinsam mit der Klassenlehrerin Karolina Podlech und Silke Bartholme trafen sich beide Klassen monatlich zu einem kommunikativen und interkulturellen Austausch. Themen waren unter anderen: das Kennenlernen der Sitten und Gebräuche zur Weihnachtszeit in Deutschland, das Anfertigen eines Gesellschaftsspiels mit anschließendem Turnier, sowie gemeinsames Waffelbacken.

Einen umfassenden Einblick in den Alltag der Schüler aus der VABO bekam man bei dem Besuch der Flüchtlingsunterkunft in der Kaserne in Tauberbischofsheim, der für die deutschen Schüler durchaus ein etwas anderes Erlebnis darstellte. Für die Besprechung des Ausflugs in die Stuttgarter Wilhelma trafen sich beide Klassen mit der Dekanatsbeauftragten für Schulpastoral, Elke Hunecke im Multikulti-Café im Netzwerk Familie in Tauberbischofsheim. Dieses bietet für Jedermann die Möglichkeit mit Menschen aus anderen Kulturen bei Kaffee und Kuchen in Kontakt zu treten. Bei diesem Treffen schilderten drei Schüler der VABO ausführlich ihre Lebenssituation und die persönliche Bedeutung des Schulbesuchs an der Gewerblichen Schule.

Bei dem Ausflug im Juni stand das soziale Miteinander der beiden Klassen im Vordergrund. Hierbei sollte das Lernen von Tierbegriffen in unterschiedlichen Sprachen die Schwierigkeit des Spracherwerbs aufzeigen. Dies ermöglichte vielen der Schülern einen näheren Kontakt. Der gemeinsame Arbeitsauftrag wurde erfolgreich erledigt und sorgte zu dem für viel Spaß.

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"Dieses Projekt fördert den zwischenmenschlichen Kontakt und trägt dazu bei, Berührungsängste zu verringern", so die Lehrerinnen Karolina Podlech und Silke Bartholme. "Für die VABO-Schüler ist es ein wichtiger Schritt, Kontakte zu gleichaltrigen deutschen Jugendlichen zu knüpfen und Akzeptanz zu erfahren."

An der Gewerblichen Schule gibt es zur Zeit zwei VABO-Klassen, deren Ziele es sind, die Schüler aus den unterschiedlichen Herkunftsländern in die Gesellschaft zu integrieren, die deutsche Sprache zu erlernen und deutsche Werte zu vermitteln.

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"Vergleichbar mit einem Ausflug mit gleichsprachigen Schülern war dieser Ausflug deutlich lern- und aufschlussreicher. Um Kontakte zu knüpfen war dieser Ausflug eine tolle Basis zum besseren Kennenlernen", so die Verantwortlichen.