Tag der Ausbildung - VS, Weinig und Mafi stellen ihre Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen am Samstag, 1. April, von 9 bis 14 Uhr vor Direkte Informationen von Azubi zu Azubi

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Harald Fingerhut
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Bernhard Schwering, Kaufmännischer Geschäftsführer der VS, Walter May, Ausbildungsleiter bei Mafi Transportsysteme, Bianca Fiederlein, Personalabteilung bei Weinig, und René Reinhard, Studierender bei Weinig, betonten gestern die Wichtigkeit des Tags der Ausbildung am 1. April in Tauberbischofsheim sowohl für die Unternehmen als auch für die Jugendlichen und deren Eltern.

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Die Tauberbischofsheimer Unternehmen VS, Weinig und Mafi veranstalten am Samstag, 1. April, von 9 bis 14 Uhr wieder den Tag der Ausbildung.

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Tauberbischofsheim. Die Auftragslage ist gut. Mit der Auslastung ihrer Produktionskapazitäten haben die Firmen in der Region derzeit am wenigsten Probleme. Die Aufgabenstellung ist derzeit eher eine andere. "Wie bekomme ich als Weltmarktführer Mitarbeiter nach Tauberbischofsheim?" VS, Weinig und Mafi haben hier für eine ihrer Meinung nach gute Antwort: den Tag der Ausbildung. Seit einigen Jahren stellen sie im Frühjahr ihre Unternehmen, deren Portfolio sowie Ausbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen vor. Am Samstag, 1. April, von 9 bis 14 Uhr können sich wieder Jugendliche und ihre Eltern in persönlichen Gesprächen und bei einem Rundgang durch die Produktionsstätten informieren.

Berufswege aufzeigen

"Noch mussten wir keine Engpässe bei den Auszubildenden hinnehmen", sagt der Kaufmännische Geschäftsführer der VS, Bernhard Schwering beim Pressegespräch am gestrigen Donnerstag und nennt auch gleich die seiner Meinung nach maßgeblichen Gründe: "Zum einen übernehmen wir die Auszubildenden nahezu zu 100 Prozent und zum anderen hat unser Unternehmen ein gutes Image hinsichtlich Personalentwicklung und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit." Da die VS bedarfsorientiert ausbilde, sei eine Weiterbeschäftigung die Regel. Auch wüssten die Jugendlichen, dass sie in dem am Standort Tauberbischofsheim derzeit rund 1200 Mitarbeiter zählenden Betrieb gute Aufstiegschancen hätten. Schwering: "Die Auszubildenden müssen wissen, es lohnt sich, bei den VS zu arbeiten."

"Wir sind mit 360 Mitarbeitern natürlich eine Hausnummer kleiner als die VS und unser Portfolio ist nicht so bekannt, deshalb müssen wir unsere Leistungsfähigkeit und unser Arbeitsspektrum und das unseres Partners Trepel in den Fokus rücken", meint Walter May, Ausbildungsleiter bei Mafi. "Vor einigen Jahren hatten wir bei den Auszubildenden eine Delle, da fehlten uns zwischen zehn und 15 Prozent." Das habe sich jedoch wieder verbessert, so dass auch Mafi genügend Ausbildungsplätze hat. "Wir müssen uns in den sozialen Netzwerken, wo sich auch die Jugendlichen aufhalten und informieren, einen guten Namen machen", nennt May noch eine wichtige Komponente. Die Jugendliche müssten selbst kommunizieren, dass ihnen die Arbeit gefalle.

Qualität hervorheben

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"Die Qualität der Ausbildung muss stimmen", nennt Bianca Fiederlein von der Personalabteilung bei Weinig einen weiteren wichtigen Aspekt für die Mitarbeitergewinnung. "Das ist bei uns mit der Lehrwerkstatt der Fall." Der rund 800 Mitarbeiter zählende Betrieb würde umfassend ausbilden. Der Lehrling erhalte Einblicke in die Betriebsabläufe.

Auch Fiederlein hält es für wichtig, den Jugendlichen einen möglichen Karriereweg und Aufstiegschancen aufzuzeigen. Und genau das könnten die drei Betriebe in der Hochhäuser Straße beim Tag der Ausbildung den Besuchern vermitteln. "Jeder kennt Weinig, aber was das Unternehmen genau macht, welche Berufsfelder dort beheimatet sind und welche Chancen sich dort ergeben, wissen die Jugendlichen nicht so genau", meint Bianca Fiederlein weiter. Beim Rundgang durch die Produktionsstätten und durch die persönlichen Gespräche erhalte man ungefilterte Einblicke in die Produktionsabläufe. Fiederlein: "An diesem Tag zeigen die Auszubildenden selbst ihre Tätigkeiten und können den Jugendlichen ihre Erfahrungen und ihren Arbeitsalltag schildern."

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"Gerade die Gespräche auf Augenhöhe, von Azubi zu Azubi, sind das Wichtige und auch Besondere am Tag der Ausbildung", pflichtet René Reinhard bei. "Es kommen dabei tolle Gespräche zustande."

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René Reinhard ist bei Weinig beschäftigt, hat dort eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht und absolviert gerade ein Studium. "Ich kann bei meinem Studium auf die Erfahrungen im Betrieb zurückgreifen, habe so einen guten Wissensstand", sagt er. Die Karrierechancen seien ein gewichtiges Argument gewesen, bei Weinig anzufangen und auch zu bleiben.

Schüler oft unschlüssig

Viele Schüler wüssten nicht, was sie machen sollen und gingen deshalb weiter auf die Schule. Er sei Ausbildungsbotschafter gewesen und habe diese Erfahrung bei Besuchen von Abschlussklassen des Öfteren immer wieder machen müssen. "Zwei Drittel wussten nicht, wohin die berufliche Reise gehen soll", stellt er fest. "Der Tag der Ausbildung kann da wichtige Entscheidungshilfen geben, auch den Eltern."

"Es ist wichtig, die Eltern mit ins Boot zu holen, sie müssen wissen, was ihre Kinder erwartet, damit sie sie beraten können", stimmt Walter May zu. Die Meinung der Eltern sei bei der Frage der Berufswahl, gerade wenn Jugendliche noch unschlüssig sind, ausschlaggebend.

Intime Atmosphäre

"Anders als bei Bildungsmessen, wo täglich Tausende durchgeschleust werden, ist bei unserem Tag der Ausbildung die Beratung viel intensiver und individueller", ergänzt Bernhard Schwering. "Während der Besuch von solchen Messen für die Schüler meist Pflicht ist und es oftmals nur darum geht, irgendwelche Geschenke mitzunehmen, kommen zu uns nur Leute, die wollen." Bei rund 300 Besuchern sei der Rahmen natürlich auch ein wenig intimer und man könne sich mehr Zeit nehmen, Fragen zu beantworten.

Auch Schulen informieren

Für die Vertreter der drei Tauberbischofsheimer Unternehmen ist der Tag der Ausbildung eine Erfolgsgeschichte, weil sie die Jugendlichen tatsächlich erreichen. "Das sehen wir immer wieder bei den Bewerbungen für den gewerblichen Bereich, die sich oftmals auf den Tag der Ausbildung beziehen", stellt Bianca Fiederlein fest. Wichtig sei für die Unternehmen auch, dass die Gewerbliche und Kaufmännische Schule mit von der Partie sind. So könnten die Jugendlichen auch gleich den weiteren schulischen Weg erfragen.

Für die drei Betriebe ist der Tag der Ausbildung ein wichtiger Mosaikstein bei der Gewinnung von Fachkräften. "Wir sind hier keine Konkurrenten, sondern Partner", sagen die Firmenvertreter unsono.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter der Main-Tauber-Kreis-Redaktion, Schwerpunkte auf den Kommunen Königheim und Tauberbischofsheim.