Kreuzwegandacht - Singend und betend erinnerten Teilnehmer in Dittwar an "Christen in großer Bedrängnis" "Blutiger Strom von Gemarterten"

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Christen in Bedrängnis: In den Gebeten an den Kreuzwegstationen in Dittwar wurde an die Unterdrückung des christlichen Glaubens erinnert.

© FN

Dittwar. Schon mehr als 30 Jahren werden jeweils am Palmsonntag in den verschiedensten Anliegen die Kreuzwegstationen zum Kreuzhölzke in Dittwar betend und singend begangen. Trotz des schlechten Wetters haben sich eine stattliche Anzahl Beter für das diesjährige Anliegen "Christen in großer Bedrängnis" eingefunden. Am Ende des Kreuzweges fand in der Kreuzkapelle noch eine kurze Andacht statt, wobei Diakon Willi Schnurr noch nähere Ausführungen zum Thema machte.

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So erinnerte er, dass bereits viermal in der Bibel die Worte erscheinen: "Ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen." Angefangen bei den Aposteln bis in unsere Zeit ziehe ein blutiger Strom von Gemarterten um Christi willen durch die Geschichte. Es sei deshalb Christenpflicht, für die Verfolgten einzutreten; denn Christsein sei noch nie so gefährlich gewesen, wie heute.

Die verfolgten, leidgeprüften Menschen brauchten dringend Hilfe und Beistand, wobei das fürbittende Gebet wesentlich zur Unterstützung und Ermutigung beitrage, wie auch durch Unterstützung entsprechender Projekte und Öffentlichkeitsarbeit geholfen werden könne.

Außerdem machte Diakon Schnurr darauf aufmerksam, dass es das Phänomen der Christenverfolgung nicht nur außerhalb Europas gebe, sondern eine immer größer werdende Intoleranz auch in Europa selbst. Ungehemmt werden auch hier mitunter gläubige Christen diskriminiert. In manchen Ländern Europas würden Angriffe auf christliche Symbole leider gar nicht beachtet. Dagegen finde viel mehr Beachtung, wenn Anschläge auf Synagogen oder Moscheen erfolgen. "Als Gebot der Stunde muss deshalb gefordert werden, dass Christen sich gegen die vielfachen Übergriffen auf ihren Glauben mit aller Entschiedenheit wehren", so Diakon Willi Schnurr.