Kirchenchor St. Martin - Mitglieder bestätigten den Vorstand komplett im Amt / Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder vorgenommen Jubiläumsfeierlichkeiten kamen gut an

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iha
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Zahlreiche Mitglieder wurden bei der Generalversammlung des Kirchenchores St. Martin geehrt. © Irmgard Hasenbusch

Neuwahlen des Vorstands und Ehrungen langjähriger Mitglieder standen im Mittelpunkt der Generalversammlung des Kirchenchores St. Martin.

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Tauberbischofsheim. Mit seiner Generalversammlung zog der Kirchenchor St. Martin den Schlussstrich unter ein Chorjahr, das vor allem geprägt war von den Feierlichkeiten zu seinem 125-jährigen Bestehen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Peter Benz sprach Kaplan Dominik Albert, der den Präses Dekan Gerhard Hauk vertrat, in seinem Grußwort unter anderem von einem „erhebenden Gefühl“ das er verspüre, wenn der Chor den Gottesdienst mitgestalte und dankte den Sängern für ihren Einsatz

Rückblick

In ihrem Rechenschaftsbericht erinnerte Irmgard Hasenbusch ausführlich an das 125-jährige Jubiläum als Höhepunkt des vergangenen Chorjahres. Besonders der Festtag selbst mit seinem feierlichen Auftakt, der von historischen Instrumenten begleiteten „missa octo vocum“ von Georg Haßler, dem anschließenden Festakt im Winfriedheim mit dem Festvortrag von Michael Pfeifer vom liturgischen Institut in Würzburg mit dem neugierig machenden Titel „Gott ist schön“ wurde durch den lebhaften Bericht noch einmal sehr gegenwärtig.

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Neben diesem besonderen Ereignis hatte der Chor aber auch wieder sein „Alltagsgeschäft“ zu bewältigen. So waren es insgesamt 16 Anlässe, bei denen er gefordert war, Darunter etliche Messen, diverse Andachten wie die Kreuzwegandacht, die Verpern an den Hochfesten und am Liobafest und nicht zuletzt die Pfingstvigil, die nicht nur vom Chor immer wieder gern gefeiert, sondern auch von den Gläubigen vermehrt besucht wird – wohl auch weil sie im Chorraum der Kirche stattfindet und dadurch einen ganz besonderen Charakter erhält. Die sonst übliche Feier der heiligen Messe im Haus Heimberg im Advent musste im letzten Jahr ausfallen; das Krankenhaus blieb aus medizinischen Gründen tabu.

Auf all diese Erfordernisse im Laufe des Kirchenjahres bereitete sich der Chor mit insgesamt 37 Proben vor, die zur Freude des Chorleiters Michael Meuser durchweg gut besucht waren.

Alle Proben besucht

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Neben drei Sängern, die mit 36 Probenbesuchen Meusers Anerkennung fanden, hatte es eine Sängerin geschafft, nicht ein einziges Mal zu fehlen. Es war Irene Schneider, die mit ihrem Pflichtbewusstsein und ihrer Zuverlässigkeit wieder einmal ein ganzes Jahr lang dafür gesorgt hatte , dass die Tür zum Probenraum geöffnet, die Stube warm und der Chor mit dem nötigen Notenmaterial versorgt war.

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Michael Meuser dankte den eifrigsten Probenbesuchern mit einem kleinen Präsent und zeigte sich auch sonst zufrieden mit seinem „Seniorenchor“, mit dem noch vieles gut zu bewältigen sei, wenn man denn die speziellen Umstände berücksichtige.

Neben den Einsätzen auf kirchlichem Gebiet kam im letzten Jahr auch das Gesellige nicht zu kurz. Zwar hatte der Chor im Hinblick auf die zu erwartende finanzielle Belastungen durch das Jubiläum auf den jährlichen Ausflug verzichtet. Gleichwohl musste niemand darben: Das Ehepaar Meuser hatte als Entschädigung zu einem Fest in seinem Garten eingeladen. Es waren auch wieder (drei) runde Geburtstage gebührend gefeiert worden, die Ferienstammtische in der Sommerpause waren sehr gut besucht, im Oktober wurde wieder goldene Herbststimmung im Winfriedheim verbreitet und eine stimmungsvolle Adventsfeier versetzte alle schon mal in eine vorweihnachtliche Erwartung.

Neuwahlen

Doch nicht nur mit dem Ablauf des Chorjahres waren alle zufrieden, sondern auch mit dem Vorstand. Ihm wurde nicht nur im Hinblick auf die Organisation des Jubiläums, sondern generell gute Arbeit attestiert und er wurde darob vom Gesamtchor einstimmig entlastet. Und nachdem sich alle Mitglieder des Gremiums dankenswerter Weise für zwei weitere Jahre zur Arbeit im Vorstand bereit erklärte hatten, auch per Akklamation einstimmig wiedergewählt. Peter Benz wird damit weiterhin Vorsitzender bleiben, unterstützt von Anita Hauke als seine Stellvertreterin, Maria Junk als Schriftführerin, Mechtild Adelmann als Finanzchefin.

Ehrungen

Irene Schneider wacht weiter über die Noten und Irmgard Hasenbusch erstattet jedes Jahr den Rechenschaftsbericht und hält Kontakt zur Presse. Angelika Ditsch, Rosemarie Schwalbe und Rosita Frank vervollständigen die Runde als Beisitzer.

Als Höhepunkt einer jeden Jahreshauptversammlung fanden wieder Ehrungen statt: Irene Schneider singt bereits seit zehn Jahren im Martinschor sowie auch in anderen Chören, Rosemarie Schwalbe, Michael Hönninger und Ludwig König halten dem Martinschor seit 20 Jahren die Treue und Rosita Frank singt in Kirchenchören bereits seit einem viertel Jahrhundert.

Ganz besonders geehrt aber wurde die Eheleute Christa und Reinhold Olawsky, die nicht nur mit ihren Stimmen seit 40 Jahren wertvolle Mitglieder verschiedener Kirchenchöre sind. Doch bei diesem Anlass ließen sie ihre Sangesgeschwister leider auch wissen, dass sie als aktive Mitglieder des Chores ab sofort ausscheiden – das Alter erfordere eben seinen Tribut. Wie schmerzlich dieser Abschied für die Verbliebenen ist, werden sie noch zu hören bekommen, wenn sie am Chortag im März offiziell und mit allen Ehren aus der aktiven Chorgemeinschaft entlassen werden.

Damit war diese für alle befriedigende Hauptversammlung auch schon wieder Geschichte, und mit dem Vorsatz, auch nach 125 Jahren nicht nachzulassen, sondern mit Elan und Freude am Singen auch die neuen Aufgaben anzupacken beendete der alte und neue Vorsitzende Peter Benz den offiziellen Teil. iha