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Volkstrauertag - Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in Distelhausen / Ortsvorsteher Sascha Diemer erinnerte an das Leid durch Kriege und hob die Wichtigkeit des Tages hervor

„Jeder hat die Pflicht, demokratische Werte zu verteidigen“

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Bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal in Distelhausen hielt Ortsvorsteher Sascha Diemer die Gedenkansprache. © Uwe Büttner

Distelhausen. Am Kriegerdenkmal in Distelhausen fand eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die Musikkapelle Distelhausen. Ein Gebet und das geistliche Wort sprach Mathilde Jahnke von der Pfarrgemeinde. Die Gedenkansprache hielt Ortsvorsteher Sascha Diemer.

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Über 60 Millionen Menschen sind durch die Kriegshandlungen des Zweiten Weltkriegs zu Tode gekommen. Der Volkstrauertag dient nicht nur dazu, der gefallenen Soldaten auf beiden Seiten zu gedenken. „Wir gedenken an diesem jährlich wiederkehrenden Volkstrauertag aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Wir gedenken der gefallenen Soldaten aller Länder, der Juden, Sinti, Roma und anderer verfolgter Minderheiten und auch der vielen Kriegsgefangenen, die nicht wieder zu ihren Familien zurückgekehrt sind“, sagte Sascha Diemer. „Wir, die wir heute am Volkstrauertag hier am Kriegerdenkmal stehen, können das Geschehene nicht rückgängig machen. Wir dürfen es aber nicht ignorieren, relativieren oder umdeuten. Der einzige Weg, der uns bleibt, ist dafür einzutreten, dass sich Krieg und Diktatur nicht wiederholen.“

Die 100-jährige Margot Friedländer, eine Überlebende des Holocaust, habe kürzlich über die Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas und den festzustellenden Rechtsruck gesprochen, fuhr der Ortsvorsteher fort. Eines ihrer Zitate habe gelautet: „Was war, das war. Das können wir nicht mehr ändern. Aber es ist für eure Zukunft, das so etwas nicht mehr geschehen darf. Ihr müsst vorsichtig sein.“

Die Menschen müssten sich mit aller Kraft im Inneren für Demokratie und Toleranz und im Äußeren für Verständigung und Versöhnung engagieren. Dass die europäischen Nachbarn nach Kriegsende den Deutschen die Hand zur Versöhnung gereicht hätten, sei ein wertvolles Geschenk, das es zu bewahren gelte. Dies erfordere, dass „wir das entstandene Leid, auch das der anderen nicht vergessen“.

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Nach einem gemeinsamen Gebet mit Mathilde Jahnke von der Pfarrgemeinde und der Nationalhymne endete die würdevolle Gedenkveranstaltung. Ortsvorsteher Sascha Diemer bedankte sich bei allen Beteiligten, die zur Durchführung der Feier beigetragen haben.

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