50 neue Corona-Fälle im Main-Tauber-Kreis - Landrat Reinhard Frank appelliert an die Bevölkerung /„Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden“ „Jeder Bürger kann jetzt einen Beitrag leisten“

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lra/gf
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Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 21. Oktober, 16.30 Uhr). Am Mittwoch wurden insgesamt 50 neue Fälle gemeldet. © Landratsamt MTK

Main-Tauber-Kreis. „Die aktuellen Fallzahlen belegen klar, dass wir uns in einer Phase des exponentiellen Anstiegs der Infektionen befinden. Es muss nun schnell gelingen, den Anstieg wieder zu begrenzen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Auch kommt bei derart hohen Fallzahlen die Möglichkeit der Nachverfolgung aller Infektionsketten an ihre Grenzen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

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Der Landrat appelliert nochmals an die Bevölkerung, die AHA-Regeln – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – strikt einzuhalten, Innenräume häufig zu lüften und die Corona-Warn-App zu installieren und zu nutzen, falls noch nicht geschehen.

Vor allem aber sei es nun notwendig, soziale Kontakte auf das absolut Notwendige zu reduzieren. Frank: „Nicht alles, was aktuell erlaubt ist, sollte auch ausgenutzt werden. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann jetzt einen Beitrag zur Senkung der aktuellen Infektionszahlen leisten.“

Inzidenzwert deutlich über 50

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis lag am Mittwoch, 21. Oktober, bei 56,1. Er beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (14. bis 20. Oktober) je 100 000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen. Der kritische Wert von 50 ist damit deutlich überschritten.

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Und er wird ganz sicher auch noch weiter steigen. Denn die 50 neuen Corona-Fälle, die am Mittwoch für den Main-Tauber-Kreis gemeldet wurden, sind noch gar nicht Teil des Inzidenzwerts von 56,1. Sie werden sich – der Sieben-Tage-Regel folgend – erst in der Veröffentlichung an diesem Donnerstag niederschlagen. Insofern ist ein Anstieg auf einen Inzidenzwert von deutlich über 80 zu rechnen.

Unterdessen wurde nach Angaben des Landratsamts die Ursache für zuletzt starke Differenzen zwischen dem tatsächlichen Inzidenzwert und den Angaben des Landesgesundheitsamts gefunden. Nach eingehender Klärung mit den Verantwortlichen der Landesbehörde sei ein Schnittstellenfehler der Software als Fehlerquelle festgestellt worden. Dieser werde derzeit beseitigt.

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„Die Angaben des Landratsamts zur Sieben-Tage-Inzidenz waren jederzeit korrekt“, betonte Pressesprecher Markus Moll gegenüber den Fränkischen Nachrichten. lra/gf