Gefährdete Pflanze - Der Diptam hat es Margret Bär angetan

In mehreren Gärten im Ort zu bewundern

Von 
ktm
Lesedauer: 

Hochhausen. Die Hochhäuserin Margret Bär ist passionierte Gärtnerin. Und ganz besonders angetan hat es ihr der Diptam. „Mein Vater hat mir vor etwa 40 Jahren die Samen für diese Pflanze weitergegeben. Er hatte sie damals in Eiersheim schon lange zuvor in seinem Garten. Ich habe inzwischen mehrere Ecken in meinem Garten, an dem der Diptam wächst“, sagt sie.

AdUnit urban-intext1

Jene Samen, die ausfallen und aufgehen, gräbt sie aus und sammelt sie in kleineren Aufzuchtbehältern. „Wenn die Samen des Diptams reif sind, rollen sich die Fruchtschalen ein und schleudern den Samen mehrere Meter weit, so dass man im Umkreis von etwa fünf Metern neue Pflänzchen im Garten finden kann“, so die leidenschaftliche Gärtnerin. Die neuen Pflanzen benötigten jedoch ungefähr drei Jahre, bis sie das erste Mal blühen – „aber die Geduld lohnt sich“.

Der Hochhäuserin Margret Bär gelingt es Jahr für Jahr, in ihrem Garten den vom Aussterben bedrohten Diptam zum Blühen zu bringen. © Tanja Nahm

Sie habe in Erfahrung gebracht, erzählt Margret Bär, dass der Diptam bundesweit als gefährdet und in manchen Gebieten sogar als ausgestorben gelte. Man dürfe die Pflanzen oder Pflanzenteile deswegen auch nicht in freier Natur sammeln. „Umso mehr freut es mich, dass die Samen schon seit vielen Jahrzehnten im Familienbesitz sind und ich die Pflanze weitergeben konnte, um sie bei uns weiter zu verbreiten und auch ein bisschen vor dem Aussterben zu bewahren.“

Die Hochhäuserin habe die Pflanze bestimmt schon an ein knappes Dutzend Leute im Ort weitergegeben, weswegen der Diptam, auch „Brennender Busch“ genannt, inzwischen in mehreren Gärten bewundert werden könne. ktm

AdUnit urban-intext2