Covid-19 - 21 neue Corona-Fälle am Samstag gemeldet / Inzidenzwert liegt bei 69,5 / Am Sonntag lagen noch keine Laborbefunde vor / Insgesamt 2812 Menschen wieder genesen „Impfzentren arbeiten verlässlich und effektiv“

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Main-Tauber-Kreis. 21 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion wurden am Samstag für den Kreis bestätigt. Unterdessen verbessert das Land die Impf-Terminvereinbarung durch Wartelisten und Rückrufe.

(Symbolbild)​ © picture alliance/dpa
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Main-Tauber-Kreis. Im Main-Tauber-Kreis wurden am Samstag 21 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sechs Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in 20 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Alle neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation.

Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Am Sonntag gingen keine Laborbefunde im Gesundheitsamt ein. Zahlreiche Testergebnisse stehen noch aus. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3036.

Mittlerweile sind 22 weitere und damit insgesamt 2812 Menschen wieder genesen. Derzeit sind 168 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 1, Assamstadt: 7 (+2), Bad Mergentheim: 8, Boxberg: 12, Creglingen: 0, Freudenberg: 11 (+1), Großrinderfeld: 7, Grünsfeld: 5 (+1), Igersheim: 62 (+1), Königheim: 2, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 10 (+1), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 8, Weikersheim: 5, Werbach: 0, Wertheim: 26 (+15) und Wittighausen: 0.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 69,5

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Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag, 7. Februar, bei 69,5. Eine Woche zuvor, am Sonntag, 31. Januar, lag er bei 71,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (31. Januar bis 6. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Erste Bilanz der Impfzentren

Das Sozialministerium hat eine erste Bilanz zu den Coronavirus-Schutzimpfungen in Baden-Württemberg gezogen und eine Optimierung der Terminvereinbarung angekündigt. Ab diesem Montag um 10 Uhr wird es demnach über die Telefonhotline 116 117 eine Warteliste geben.

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Dies soll die Terminvereinbarung vereinfachen und verkürzen. Wer nicht sofort einen Termin bekommt, wird registriert und zurückgerufen oder erhält eine E-Mail, wenn wieder Termine frei sind.

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Ziel des Landes ist, allen Impfberechtigten, die das möchten, möglichst schnell und unkompliziert einen Termin zu geben.

Die Anzahl der Impfungen richtet sich aber nach dem zur Verfügung stehenden Impfstoff.

Dieser ist im Moment der entscheidende Faktor.

Das ist auch das Problem bei der Terminvergabe: Die Nachfrage ist derzeit sehr viel größer als die Zahl der freien Impftermine.

Die Bundeshotline 116 117 sowie das nachgeschaltete Callcenter des Landes funktionieren laut Sozialministerium gut. Die Statistiken zeigen, dass es in der Bundeshotline ganz überwiegend keine langen Wartezeiten gibt. In den letzten Tagen gab es durchschnittlich etwa 34 500 Anrufe pro Tag. Die Wartezeit bis zur Gesprächsannahme lag im Schnitt unter zwei Minuten.

Doch die wenigen verfügbaren Termine sind schnell ausgebucht. Sofern keine Impftermine verfügbar sind, werden die Anrufer persönlich darüber informiert.

Das Land bringt deshalb technische Verbesserungen bei der Hotline auf den Weg. Für die dort Mitarbeitenden sind Termine für die Erstimpfung immer für die kommenden drei Wochen sicht- und buchbar. Um Mitternacht schaltet das Terminvergabesystem auf den nächsten Tag, damit sind die neuen Termine für die Erstimpfung am 22. Tag sicht- und buchbar. Um zu verhindern, dass für die Terminvergabe beim Callcenter morgens um 8 Uhr kaum noch Termine verfügbar sind, soll es bald die Möglichkeit geben, bestimmte Termine nur für die Vermittlung im Callcenter tagsüber zu reservieren.

„Leistungsfähige Impfstruktur“

Gemeinsam mit den Partner vor Ort – darunter dem Landratsamt Main-Tauber-Kreis – hat das Land innerhalb kurzer Zeit eine leistungsfähige Impf-Infrastruktur mit neun Zentralen Impfzentren (ZIZ)), 50 Kreisimpfzentren (KIZ) und 145 Mobilen Impfteams aufgebaut. Dazu gehören beispielsweise das ZIZ Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall sowie das KIZ in Bad Mergentheim.

Da Impfstoff weiterhin knapp ist, sind die Strukturen weit von der Volllast entfernt. Aktuell werden in Baden-Württemberg täglich rund 7000 Erstimpfungen und bis zu 6000 Zweitimpfungen verabreicht. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist, können in Baden-Württemberg bis zu 60 000 Impfungen pro Tag stattfinden.

Der Bund hat den Ländern geraten, immer rund 50 Prozent der Impfstoffe zurückzuhalten, um die erforderliche Zweitimpfung sicher zu stellen. Dieser Strategie ist Baden-Württemberg gefolgt und konnte daher Ausfälle und Lieferkürzungen ausgleichen. Alle Zweitimpfungen im Land sind sichergestellt. Zusätzlich können in den nächsten Wochen auch Erstimpfungen erfolgen, alle vereinbarten Termine finden statt. Auch dafür nutzt Baden-Württemberg nun teilweise Impfstoff aus der Reserve. Das Land weist darauf hin, dass die Impfzentren „sehr gut und effektiv, verlässlich und ohne falsche Versprechungen arbeiten“. Die Lieferkürzungen von Biontech/Pfizer hätten gezeigt, dass dieser Weg der richtige war. Zuverlässigkeit sei wichtiger als ein bestimmter Platz im Ranking des Robert-Koch-Instituts, welches die Impfquoten der Länder vergleicht. lra/Bild: dpa

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