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Städtepartnerschaft mit Vitry-le-François - An Pfingsten vor 55 Jahren wurde die dauerhafte Freundschaft besiegelt / Abordnung besuchte französische Freunde

Im Jubiläumsjahr auf eine große Feier verzichtet

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Psk
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Blick auf den neugestalteten Rathausvorplatz in Vitry-le-François: Anstelle der bisherigen vielbefahrenen Hauptverkehrsader wird es eine verkehrsberuhigte Situation geben, die dem Areal den Charakter eines „Platzes“ verleiht. © PSK

Tauberbischofsheim. 2021 ist ein Jubiläumsjahr in der Städtepartnerschaft mit Vitry-le-François: An Pfingsten vor 55 Jahren gingen die beiden Städte diese dauerhafte Freundschaft ein. Während üblicherweise diese Jubiläen im fünfjährigen Rhythmus gemeinsam groß gefeiert werden, verhinderte die Pandemie bereits 2020 alle eventuellen Planungen für ein solches Ereignis, wie auch eine mögliche Durchführung einer Veranstaltung in diesem Jahr.

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So kam es, dass der letzte persönliche Kontakt zwischen Vertretern der beiden Städte vom Dezember 2019 datiert. Aus aktuellem Anlass besuchten nun Mike Kinzie, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, und seine Stellvertreterin Marguerite Sigwalt-Fischer, die französische Partnerstadt.

Die Stadt Vitry mit Bürgermeister Jean-Pierre Bouquet an der Spitze hatte Freunde aus Tauberbischofsheim eingeladen, an der Verabschiedung des langjährigen Hauptamtsleiters Patrick Denis teilzunehmen. Darüber hinaus präsentierte man den deutschen Gästen die städtebaulichen Veränderungen in der Partnerstadt seit dem letzten Besuch. Die Gäste von der Tauber nutzten ihren Aufenthalt auch, um eine gemeinsame französisch-deutsche Komiteesitzung abzuhalten. So ergab sich für diese zwei Tage ein anspruchsvolles Programm.

Weit über 20 Jahre stand Patrick Denis an der Spitze des Rathauspersonals in Vitry-le-François. Zu seinen Ehren gab es am Abend einen großen Abschiedsempfang im Rathauspark. Neben den aktuellen städtischen Mitarbeitern waren auch zahlreiche Ehemalige geladen und anwesend. Für den Besuch von der Tauber war das ein schönes Erlebnis, Mitstreiter in Partnerschaftsangelegenheiten wieder zu treffen.

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Im Namen von Bürgermeisterin Anette Schmidt und der Stadt überreichte Mike Kinzie einen Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten von der Tauber.

Der für Bauangelegenheiten zuständige Bürgermeistervertreter Gérard Tindellière hatte bereits am Nachmittag die Aufgabe übernommen, den deutschen Gästen die interessantesten baulichen Veränderungen in der Partnerstadt näherzubringen. Erste Station war dabei die Großbaustelle des „Parc Aquatique“, des Badeparks, der derzeit in der Nähe der Festhalle entsteht und im Sommer 2022 eröffnet werden soll. Christoph Bonvarlet, einer der Bauleiter, übernahm dort die Führung.

Das neue Schwimmbad wird über ein Sportbecken (25 mal 15 Meter) und ein „Lernbecken“ (15 mal zehn Meter) verfügen, sowie über ein „Spielbecken“ mit Whirlpool und Strömungskanal sowie Kinderspielgeräten. Hinzu kommt eine Dreifach-Wasserrutsche und ein beheiztes Außenbecken (zwölf mal zehn Meter). Auch ein großer Sauna- und Hammambereich ist integriert.

Ebenfalls interessant waren die Veränderungen, die die Stadt im Bereich der zentralen Place d’Armes zur Verkehrsberuhigung und gleichzeitigen Gastronomieförderung unternommen hat. Vor den ohnehin breiten Trottoirs mit Straßencafés wurden provisorische Terrassen vorgebaut, die einerseits den Parkraum verringern und den Verkehrsfluss verlangsamen, andererseits den Gastronomen zusätzliche Stellmöglichkeiten bieten und so eine Umsatzverbesserung ermöglichen. An den Wochenenden wird der nordwestliche Teil des Platzes, an dem sich die Mehrheit der Bars und Cafés befindet, für den Verkehr gesperrt und zur Fußgängerzone. Zwei befragte Gastwirte bestätigten im Gespräch, dass sich diese Maßnahmen für sie deutlich positiv auswirken und helfen, die pandemiebedingten Einbußen ein wenig gutzumachen.

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Ein weiteres langfristiges Großprojekt, das nun allerdings seiner Vollendung entgegengeht, ist der Umbau des Rathausvorplatzes. Eine einheitliche Pflasterung vermittelt nun tatsächlich den Eindruck eines Platzes, während vorher eine mehrspurige Straße, schmale Bürgersteige, kümmerliche Grünzonen und zwei getrennte Parkzonen gar nicht den Eindruck eines räumlichen Ensembles aufkommen ließen.

Eine Komiteesitzung mit den französischen Freunden hatte es zuletzt im Oktober 2019 gegeben.

Zwar gab es aufgrund der Pandemiesituation nichts groß zu organisieren, aber nach so langer Zeit gab es genug zu erzählen, insbesondere was sich auf beiden Seiten alles getan hatte.

Mireille Clement berichtete noch einmal von der letztlich erfolgreichen Bewerbung des Gymnasiums in Vitry um die Anerkennung als „Euroscol“, und bedankte sich beim deutschen Komitee für die Unterstützung in dieser Angelegenheit.

Präsident Alain Boulant wies erneut auf den Sporttag in Vitry am 11. September hin und lud die Tauberbischofsheimer Vereine zur Teilnahme ein, sei es mit Mannschaften, oder auch nur Verantwortlichen – zur Kontaktaufnahme und Anbahnung künftiger Austausche. Psk

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