Schweres Unwetter zieht auch über die Region hinweg - Größere Schäden vor allem im benachbarten Bayern Hagel sorgt für weiße Landschaft

Von 
Klaus T. Mende
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Ansehnliche Hagelkörner sorgten für kurze Zeit in Teilen des Odenwaldes für eine weiße Landschaft.

© Pierre Reiß

Odenwald-Tauber/Würzburg/ASchaffenburg. Schwere Unwetter zogen am Donnerstagabend über Bayern, Hessen und den Norden Baden-Württembergs. Sie sorgten teilweise für hohen Schaden. In der Region Odenwald-Tauber hinterließen Regen und Hagel zwar sichtlich ihre Spuren. Ansonsten blieb man aber von größeren Folgen verschont.

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Die Folgen des schweren Unwetters ab dem Nachmittag waren vor allem im Raum Aschaffenburg und im Spessart erheblich. Zahlreiche Keller liefen voll Wasser, Straßen waren unbefahrbar, Hänge rutschten ab.

Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Vor allem die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun und wurden zu vielen Einätzen gerufen.

Kurz vor 15 Uhr gingen erste Notrufe bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken aus dem Kahlgrund ein. Die schweren Regenfälle hatten Hänge abrutschen lassen und führten zu vollgelaufenen Kellern. Die Einsatzschwerpunkte lagen im Bereich Mömbris, Krombach und Alzenau.

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Die Strecke der Kahlgrundbahn war in Teilbereichen bis auf Weiteres gesperrt. Bis zum Freitagmorgen war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Neben zahlreichen weiteren Straßen im Kahlgrund war auch die Staatsstraße 2305 in vielen Bereichen zentimeterhoch überschwemmt und musste zeitweise komplett gesperrt werden.

Gegen 20 Uhr am Donnerstag suchten die Einsatzkräfte in Mömbris kurzzeitig nach einem elfjährigen Kind. Das Mädchen war nach Schulschluss um 16 Uhr nicht nach Hause gekommen.

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Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass die Elfjährige bei einer Klassenkameradin Schutz vor dem Regen gesucht hatte. Sie wurde wohlbehalten zu ihren Eltern zurückgebracht.

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Ein ähnliches Bild zeigte sich im Übrigen auch in Bereichen der Landkreise Main-Spessart und Würzburg. Unter anderem waren die B 8 zwischen Erlenbach und Remlingen wie auch zahlreiche Ortsdurchfahrten und Keller überflutet.

Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk befanden sich im Dauereinsatz. Zu unwetterbedingten Verkehrsunfällen kam es im Unterfränkischen kaum.

Glimpflich davongekommen ist die Region Odenwald-Tauber. Als hier am Nachmittag die ersten dunkelgrauen Wolken, begleitet von Blitz und Donner, aus Richtung Norden ankamen, rechneten viele bereits mit dem Schlimmsten. Doch der Landstrich kam nochmals mit einem blauen Auge davon. Ein paar vollgelaufene Keller sowie einige überflutete Straßen und Wege waren aber ein Indiz dessen, mit welcher Wucht das Unwetter durch die Region zog. Land unter hieß es zeitweise unter anderem in Buch am Ahorn, in Oberaltertheim (Landkreis Würzburg) sowie im Neckar-Odenwald-Kreis. Hagelkörner von ansehnlicher Größe verwandelten Teile der Region zum Teile für Minuten in eine weiße Landschaft und sorgten für Rutschpartien im Straßenverkehr. Besonders betroffen war hiervon unteranderem die Gegend um Seckach. Gefreut haben dürften sich über den Regen aber vor allen Dingen die Landwirte, denn in den letzten Wochen hatten sie unter der Trockenheit zu leiden.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt