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Pro und Kontra

Gewisser Luxus oder doch zu viel Risiko im Alltag?

Während die einen weiter auf Bargeld schwören, setzen die anderen verstärkt auf die elektronische Bezahlung.

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Der Einsatz der Karte beim Einkauf mag praktischer und schneller sein als die Bezahlung mit Scheinen und Münzen. In Sachen Akzeptanz dürfte das Bargeld aber die Nase vorn haben. Sollte man es wieder verstärkt einsetzen?

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Pro

Als die ersten deutschen Banken Ende der 1960er Jahre die Scheckkarten auf den Markt brachten, war deren Höhenflug bis in die Gegenwart so nicht unbedingt absehbar. Doch sie haben sich zu einer echten Erfolgsgeschichte gemausert.

Die Deutschen gelten als bargeldverliebt – und doch haben sie mittlerweile längst die Fähigkeiten und Stärken der Kartenzahlung kennen- und schätzten gelernt. Ich auch, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Dennoch weigere ich mich in dieser schnelllebigen Zeit, bei Einkäufen ausschließlich mit Karte zu bezahlen. Grund dafür ist nicht etwa eine konservative Einstellung – ganz und gar nicht. Ich betrachte die gesamte Entwicklung aber aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Würde mir nämlich das Bargeld komplett genommen, geht für mich ein großes Stück an Freiheit verloren. Zahle ich in den Geschäften mit Euro und Cent, hinterlasse ich keinerlei Datenspuren, die Kriminelle dazu animieren könnten, damit Schindluder zu treiben. Anders gestaltet sich die Situation bei der Nutzung elektronischer Mittel, steigt hierdurch doch das Risiko des Datendiebstahls und -missbrauchs ganz erheblich. Für mich ist und bleibt Bargeld effektiver Datenschutz. Dies heißt nicht, dass ich die Karte überhaupt nicht nutze – doch alles mit Maß und Ziel.

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Klaus T. Mende
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Kontra

Eine Pandemie war nötig, um bargeldloses Bezahlen auch in Deutschland im Alltag ankommen zu lassen – ein in vielen anderen Ländern längst vollzogener Schritt. Mittlerweile bitten sogar viele Supermarktketten ihre Kundschaft um bargeldlose Bezahlung. Kein Wunder, denn weder Kunde noch Verkäufer kommen so mit Bargeld in Berührung – das ständige Anfassen von Münzen, die schon in zig Händen lagen, hat endlich ein Ende. Auch in kleineren Geschäften, wo oft auch kleinere Beträge anfallen, machen Karte oder Smartphone Sinn, weil es einfach praktischer ist. Irgendwelche Münzen abzuzählen, sie rüberzureichen, nur damit sie dort gleich wieder gezählt werden können – das ist nur begrenzt zweckmäßig.

Wenn alles reibungslos funktioniert, geht es bargeldlos wesentlich schneller. Bei Beträgen bis zu 50 Euro ist meist keine PIN-Eingabe nötig, und ein einfaches Hinhalten genügt. Unkomplizierter geht es nicht. Nicht umsonst nutzen auch die Deutschen diese Möglichkeit immer häufiger. Ich empfinde es als gewissen Luxus, das oft von Kleingeld unnötig schwere Portemonnaie nicht ständig mit mir führen zu müssen. Und inwieweit ein anonymes Zahlungsmittel in Anbetracht der ganzen Datenspuren, die wir überall hinterlassen, noch einen Vorteil bringt, sei dahingestellt.

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Olaf Borges
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Veröffentlicht
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Klaus T. Mende
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