Nachruf - Der weit über Tauberbischofsheims Grenzen hinaus bekannte Bauunternehmer Rudolf Brandel starb im Alter von 84 Jahren Geschätzter Firmenchef und echter Familienmensch

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sk
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Tauberbischofsheim. Rudolf Brandel ist tot. Der weit über die Grenzen Tauberbischofsheims hinaus bekannte Bauunternehmer starb am Neujahrstag im Alter von 84 Jahren.

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Rudolf Brandel legte 1960 die Meisterprüfung ab und übernahm als gerade mal 24-Jähriger das Unternehmen von seinem Vater, der mit nur 49 Jahren den Spätfolgen eines Kriegsleidens erlag, in der vierten Generation. 1960 wurde der Firmensitz von Dittwar in die Ringstraße nach Tauberbischofsheim verlegt, und Rudolf Brandel in den Vorstand der Bau-Innung berufen. Auf das Wirken des Unternehmens gehen viele wichtige Gebäude – nicht nur in der Kreisstadt – zurück: der Rathaus-Anbau, der Kindergarten St. Martin, das Winfriedheim, der Klosterhof, das Bonifatiusheim oder der große Anbau im Sportpark Tauber, um nur einige zu nennen.

1970 hat Rudolf Brandel zudem als Gesellschafter die Firma Tauberbeton mitbegründet. Er hatte lange einen Sitz im Gesellenprüfungsausschuss und war Meister-Beisitzer. Für seine großen Verdienste verlieh ihm die Handwerkskammer die goldene Ehrennadel. Mit seiner Frau Roswitha, mit der er über 60 Jahre verheiratet war, hatte er stets eine tatkräftige Stütze an seiner Seite. Das private Glück mit ihr wurde durch die Söhne André, geboren 1962, und Thilo, Jahrgang ‘68, komplett.

Einen Ausgleich für seinen unermüdlichen Einsatz für die erfolgreiche Familienfirma fand der humorvolle Rudolf Brandel bei den Bischemer Kröten. 1961 wurden er und seine Frau zum Prinzenpaar gekürt, er gehörte lange dem Elferrat an und wurde von „seinen“ Kröten zum Ehrensenator ernannt sowie mit der Goldenen Vereinsnadel gewürdigt. Vom Narrenring Main-Neckar bekam er den Verdienstorden in Silber und Gold. Der Bund Deutscher Karneval verlieh ihm gar die höchste Auszeichnung, den Verdienstorden in Gold mit Brillanten.

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Rudolf Brandel bewies seine tiefe Verbundenheit mit Tauberbischofsheim auch mit seiner Mitgliedschaft in vielen Vereinen: Mit seiner Frau hielt er Jahrzehnte lang dem Fecht-Club die Treue.

Er hob den Angelsportverein Dittwar mit aus der Taufe und war zudem über 40 Jahre Mitglied bei der Deutschen Verkehrswacht. Auch in der DLRG wurde er mit dem Mitgliedsehrenzeichen in Gold gewürdigt. Im Spessartverein brachte er sich über 50 Jahre ein. Für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Volksbank Main-Tauber erhielt er die Ehrenurkunde.

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Das Skifahren in seinen geliebten Alpen, das Verreisen im Wohnwagen und das Radeln gehörten zu Rudolf Brandels Hobbys.

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Seine beiden Enkel brachten bei ihm dann noch einmal ganz andere Saiten zum Klingen: Die Rolle des liebevollen Opas stand dem Familienmensch besonders gut. sk