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Caritasverband im Tauberkreis

Gemeinsam im Kampf gegen sexuelle Gewalt

Kontaktstelle mit Jelisa Brunner und Laura Beckers neu besetzt

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cv
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Jelisa Brunner und Laura Beckers setzen sich gemeinsam gegen sexuelle Gewalt ein. © Caritasverband

Tauberbischofsheim. Die Kontaktstelle gegen sexuelle Gewalt beim Caritasverband im Tauberkreis wurde neu besetzt. Die langjährige Mitarbeiterin Elke Hach-Wilimzik hat den wohlverdienten Ruhestand angetreten.

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Zwei neue Mitarbeiterinnen setzen die Arbeit in der Kontaktstelle gegen sexuelle Gewalt fort: Jelisa Brunner studierte Sozialarbeiterin, und Laura Beckers, die einen Abschluss in der weiterführenden Bildung im Jugendalter (BA) absolvierte und staatlich anerkannte Heilpädagogin ist, teilen sich fortan gemeinsam dieses Aufgabenfeld. Die Kontaktstelle versteht sich als Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, und für alle Menschen, die Fragen zu diesem Thema haben. Die Kolleginnen bieten Beratung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern, geben Informationen bei rechtlichen Fragestellungen und ermöglichen den Kontakt zu anderen Hilfsmöglichkeiten und Kooperationspartnern, wenn dies Betroffene wünschen.

„Es ist mir wichtig Betroffenen Gehör zu geben und sie dabei zu unterstützen, das Erlebte zu verarbeiten,“ so Jelisa Brunner. Die Beratung ist kostenfrei und unabhängig von einer Konfession. Beide Beraterinnen stehen unter Schweigepflicht. Sexuell übergriffige Gewalt beginnt immer dann, wenn Menschen eine sexuelle Handlung ausüben müssen, indem jemand anderes sie dazu zwingt. Wenn also Kinder oder Jugendliche an bestimmten Körperstellen wie beispielsweise an Po, Brust, Bauch, Geschlechtsteilen angefasst werden oder jemand verlangt, Nacktfotos auf das Handy zu versenden und damit die persönlichen Grenzen der Betroffenen überschritten werden, dann ist der oder die Ausführende sexuell übergriffig geworden. Mit Klienten wird ebenso erarbeitet, was Übergriffe generell sein können, wenn beispielsweise Personen über Sexualität reden, obwohl dies nicht gewünscht ist. „Sexualisierte Gewalt ist ein Tabuthema, und die Dunkelziffer der Betroffenen ist sehr hoch. Ich möchte mit dazu beitragen, dass mehr Betroffene sich Hilfe holen und auch Personen, denen etwas auffällt, sich trauen, möglicherweise anonym über die Online-Beratung des Caritasverbands Rat zu suchen“, so Beckers.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die unterstützende Beratung der Menschen aus dem Umfeld der von sexueller Gewalt betroffenen Person. Erzieher von Kindertagesstätten oder Lehrer aus den unterschiedlichen Schulen können anonyme Fallbesprechungen in Anspruch nehmen.

Sie bekommen wichtige Informationen, um bei einem Verdacht auf sexuelle Übergriffe bei Kindern und Jugendlichen professionell reagieren können.

Jelisa Brunner und Laura Beckers freuen sich auf ihre Weiterbildung zur Fachkraft für Intervention und Prävention, die im Herbst beginnen wird. cv

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