AdUnit Billboard

Leserbrief - Zum Bericht „Hohe Trinkwassergüte aus Quellen vor Ort“ (FN, 16. März) Für Autarkie und gegen den Ausverkauf der Heimat entschieden

Lesedauer
© Fotolia/mapoli-photo

Ein ganzseitiger Bericht der FN zeichnet unseren neuen Wasserzweckverband als Erfolgsgeschichte. Das freut mich als beteiligten Gemeinderat außerordentlich. Geplant war es so nämlich nicht.

Die Neuordnung der Wasserversorgung war zwingend, da die EU ihre Wasserrichtlinien so verschärft hatte, dass kleinere Wasserwerke nur unter riesigem Aufwand in der Lage gewesen wären, diese Richtlinien zu erfüllen. Es kam der Verdacht auf, dass die EU die Verschärfung der Richtlinien benutzen wolle, um Teile der Wasserwirtschaft einem Privatisierungsprogramm zu unterwerfen.

Vor allem 4000 kleinere Wasserwerke in Deutschland schienen der EU zu viel zu sein. Diese offensichtliche Privatisierungsabsicht konnte gestoppt werden durch eine europaweite Protestbewegung „Right to water“.

Mehr zum Thema

Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber

Tauberbischofsheim: Hohe Trinkwassergüte aus Quellen vor Ort

Veröffentlicht
Von
Heike von Brandenstein
Mehr erfahren

In den Gemeinderat kam das Thema lapidar über den Tagesordnungspunkt Bekanntgaben: Eine neue Wasserkonzeption werde erstellt werden. Schon hier gab es einige Stimmen, dass die Kontrolle über das Wasser bei uns bleiben solle.

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung in der Festhalle, wo sämtliche Gemeinderäte der angesprochenen Gemeinden den Bürgermeistern und Vertretern von Fachbüros und der NOW gegenübersaßen, schien aber die Übergabe der Versorgung an einen großen Verband bevorzugt zu werden.

Der Widerstand, unser Wasser an eine auswärtige Gruppe abzugeben, formierte sich dann sehr schnell und führte letztlich zu einer Gruppierung von Gemeinderäten, mehrheitlich fraktionsübergreifend aus Lauda, die sich dem Thema widmete.

In mehreren informellen Treffen wurde eine gemeinsame Linie gesucht und zuerst eine Mehrheit im Gemeinderat von Lauda sichergestellt.

Der Rat in Tauberbischofsheim schloss sich an. Werbach und die Grünbachgruppe mussten dann folgen.

Die Entscheidung einen eigenen Zweckverband zu gründen, um auch zukünftig selbst über unsere wichtigste Ressource bestimmen zu können, war richtig und ist ein riesiger Erfolg für die kommunale Selbstverwaltung. Die beteiligten Räte haben sich für die Autarkie entschieden und gegen den Ausverkauf ihrer Heimat.

AdUnit Mobile_Footer_1