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Bei bestem Wetter - Gottesdienst und Prozession in Tauberbischofsheim

„Fronleichnam mehr als Tradition“

Von 
Kurt Baumann
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Mit einem feierlichen Gottesdienst und einer Prozession wurde in Tauberbischofsheim das Fronleichnamsfest begangen. © Kurt Baumann

Tauberbischofsheim. In Tauberbischofsheim wurde am Donnerstag das Fronleichnamsfest bei strahlend blauem Himmel gefeiert. Dekan Gerhard Hauk freute sich, dass dieser Gottesdienst auf dem Schlossplatz, mitten in der Stadt, gefeiert wurde. Viele sorgten sich um Frieden in der Welt – und derzeit besonders in der Ukraine. Mit dem Jahresmotto „Gott vertrauen – Zukunft gestalten“ werde erneut bewusst, dass den Christen die Welt und die Gesellschaft nicht gleichgültig sind, sondern sie diese mitgestalten wollen.

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Dekan Hauk war es in seiner Predigt wichtig, dass der christliche Glaube nicht nur ein religiöses Gefühl sein dürfe, sondern er ist mehr, er ist Nachfolge Jesu Christi. Am Fronleichnamstag zeigten die Christen, dass sie es ernst meinten mit dem Glauben. Die folgende Prozession sei auch eine Demonstration für die christlichen Werte, die zukunftsträchtig seien. Derzeit werde über die Kirche meist negativ berichtet, was alles aufgedeckt und beschämend sei. Positive Überschriften wie „Am Fronleichnamstag sind die Menschen für ihren Glauben auf die Straße gegangen“ oder „Fronleichnam mehr als Tradition“ seien eher selten. Wenn mehr als 50 Kinder in der Seelsorgeeinheit die Taufe empfangen, Christen Flüchtlingen geholfen hätten, wenn ein Priesterjubilar auf Geschenke verzichte und damit über 700 Euro für die Flüchtlinge in der Ukraine gespendet worden seien, Menschen ihre Kraft aus der sonntäglichen Messfeier erhielten, gehe das meist unter. Aber diese Dinge seien auch ein Bild der Kirche. Die Glaubwürdigkeit der Kirche könne zum Beispiel durch Taten wiederhergestellt werden.

Die folgende Prozession war ein Zeugnis dieser Glaubensverbundenheit. Sie führte mit der von Dekan Gerhard Hauk getragenen Monstranz zu Stationen auf dem Marktplatz und der Albert-Schweitzer-Straße zur St. Bonifatiuskirche. Ein schönes Zeichen waren die „Fußspuren“ aus Gras und Blumen der Erstkommunionkinder, die auch den Blumenteppich am Bildstock beim Autohaus Gehrig gestaltet hatten. Ein Dank ging auch an die Jugendlichen der KJG St. Martin, die den großen Blumenteppich am Schlossplatz gestalteten. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der neuen Bezirkskantorin Julia Kohler sowie der Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Gustav Endres. An die indischen Schwestern im weißen Festgewand wurde als besondere Geste das Evangeliar und der große Kelch für die Prozession übertragen.

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