Geld auch für Dittwar - Erstmals werden Maßnahmen an maroden Bauwerken in kommunalem Eigentum vom Land bezuschusst Finanzspritze für dringend notwendige Brückensanierungen

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pm
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In Dittwar stehen Fördergelder vom Land für die Sanierung und den nötigen Ersatz bei der Brücke über den Ölbach zur Verfügung. © Thomas Schreiner

Main-Tauber-Kreis. Drei Brückensanierungen in Dittwar, Markelsheim und Apfelbach kommen in den Genuss von Fördermitteln aus Stuttgart. „Es ist ein Novum in unserem Land, dass erstmals auch sanierungsbedürftige Brückenbauwerke in kommunalem Eigentum aus Landesmitteln bezuschusst werden können“, so der Landtagsabgeordnete für den Main-Tauber-Kreis, Professor Dr. Wolfgang Reinhart anlässlich der heute bekannt gegebenen ersten Förderrunde aus dem Verkehrsministerium in Stuttgart.

43 Millionen Euro für 2018

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Insgesamt stehen in einer ersten Tranche 43 Millionen Euro für das Jahr 2018 und nochmals 41 Millionen für das kommende Jahr 2019 zur Verfügung.

„Viele Brücken in der Region sind marode und müssen seit langem dringend saniert werden“, so Reinhart weiter. Als Beispiele nannte er Brücken in Dittwar, Apfelbach und Markelsheim, die teilweise seit vielen Jahren auf eine Renovierung warten mussten. Hier bestehe nun erstmals die Möglichkeit mit den zusätzlichen Millionen aus Stuttgart eine zeitnahe Lösung zu finden.

Sowohl in Markelsheim im Fall der Tauberbrücke als auch für die Brücke über den Häckselgraben in Apfelbach ist nun der Ersatzneubau genehmigt worden. In Dittwar können die Fördergelder für die Sanierung und den nötigen Ersatz bei der Brücke über den Ölbach verwendet werden.

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Grundsätzlich sei es zumeist wirtschaftlich die bessere Lösung zu sanieren, als nach zu langer Wartezeit dann ohne Alternative einen teuren Brückenneubau planen zu müssen. Der Startschuss für das „Kommunale Brückensanierungsprogramm“, das auch unter MdL Reinhart in der Haushaltsstrukturkommission in den Doppelhaushalt des Landes für die Jahre 2018/2019 verhandelt wurde, viel nun im Regierungsbezirk Karlsruhe. Laut Aussage des Verkehrsministeriums könnten in diesem Jahr alle eingereichten Projekte gefördert werden. Überzählige Anfragen würden automatisch in die nächste Förderperiode für das Jahr 2019 übernommen. Reinhart rief die zuständigen Kommunen nun auf, für in Frage kommende Brückenbauwerke umgehende entsprechende Förderanträge zu stellen, um dann spätestens im nächsten Jahr in den Genuss der Gelder kommen zu können.

Standortwettbewerb

„Dank des neuen Programms können wir auch in der Fläche des ländlichen Raums unnötige Sperrungen und Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs verhindern“, so Reinhart weiter. Eine funktionierende Infrastruktur im Bereich des Straßenverkehrs sei gerade im ländlichen Main-Tauber-Kreis, wo Verkehrswege mehr als üblich die Lebensadern der Region seien, Grundvoraussetzung, um auch in Zukunft im Standortwettbewerb mithalten zu können. pm