Erzählcafé - Uwe Reiner Röber las aus seinem neuen Buch "mea maxima culpa" vor Fiktion vor realen Hintergründen

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Tauberbischofsheim. Der Buchautor Uwe Reiner Röber hielt wieder eine Krimi-Lesung im Tauberbischofsheimer Erzählcafé. Diesmal stellte er seinen neusten Würzburg-Krimi "mea maxima culpa" vor, der in den 60er Jahren spielt.

Uwe Reiner Röber signierte seine Bücher im Erzählcafe.

© Sandra R. Seiler
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Hildegard Knaus, eine der Gründerinnen vom Erzählcafé', sagte bei der Einstimmung hörbar stolz, dass Uwe Reiner Röber nun zum fünften Mal im Erzählcafé vorliest. Daraufhin stellte sich der Autor den Gästen vor und ging zunächst auf Fragen ein, die ihm bei der Erzählrunde gestellt wurden. So teilte er mit, dass seine Kriminalromane stets einen wahren Hintergrund haben und alle genannten Orte in der realen Welt existieren. Bei den Geschehnissen und Protagonisten in seinen Romanen handelt es sich teils um erfundene und teils um tatsächliche, wobei er alle Namen geändert hat.

Auf die Frage, wie sein Werdegang zum Schriftsteller verlaufen ist, meinte er: "Ich bin seit meiner Jugendzeit ein Krimi-Fan und habe immer viel gelesen. Vor acht Jahren dachte ich, was die können, das kann ich auch".

Und wie er kann. Während Uwe Reiner Röber aus seinem Würzburg-Krimi liest, sind die Zuhörer so gebannt. Man hätte hören können, wenn eine Stecknadel zu Boden gefallen wäre. Er beginnt bei der Szene, als "Ottmar Reuter" mit 21 Messerstichen auf seinem Bett aufgefunden wird und neben ihm ein junges Mädchen namens Marianne, das ein Tranchiermesser in der Hand hält und offenbar unter großem Schock steht. Beim Zuhören wurde klar. Es mutete sehr befremdlich an, dass ausgerechnet die kleine Marianne, die Klassenbeste, die wegen ihrem ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und ihrer aufgeweckten, fröhlichen Art bei Schülern und Lehrern gleichermaßen und darüber hinaus sehr beliebt war, mit blutverschmierter, leichter Bluse neben der Leiche eines älteren Mann von zweifelhaftem Ruf und mit blutbesudeltem Messer aufgefunden wurde.

Spannend bis zum Schluss

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Er überspringt die Passage und schildert hautnah aus dem Leben verschiedener Romanfiguren. Er beschreibt anschaulich Charaktere aus den Armutsvierteln in der Nachkriegszeit und ebenso Personen aus der höchsten Gesellschaftsebene. Er entführt das Publikum in die Ermittlungsarbeit von Friedrich Sauerhammer und seinem Team und wie diese dabei auf seltsame persönliche Abgründe und merkwürdige Beziehungsverflechtungen sowie Machenschaften stoßen, die bis in die höchsten Würzburger Justizkreise reichen.

Bei seinen Streifzügen landet man im Würzburger Institut für Rechtsmedizin, in bekannten Kneipen und Cafés, in einer Zeitungsredaktion, in einer Eisenbahn-Wohnsiedlung und an weiteren Schauplätzen. Dann macht der Autor noch einen größeren Sprung und plötzlich rätseln Ermittler, Staatsanwalt und Kriminalrat, wie dieser Mordfall mit grausamen Ereignissen im Dritten Reich zusammenhängen könnte.

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Auch die Gäste im Erzählcafé rätselten. Die Auflösung blieb natürlich aus. Dem Leser sollte nicht die Spannung geraubt werden. So fand auch der Bücherpräsentationstisch eine gute Resonanz. Darauf lagen alle Krimis von Uwe Reiner Röber. Der Autor signierte die Bücher zur Freude der "Lese-Ratten". Und wahrscheinlich werden die Leser, wenn sie in Würzburg bummeln gehen, viele Orte mit anderen Augen sehen.