Schlachthof Tauberbischofsheim - Polizei wertet Videomaterial aus Ermittlungen dauern an

Von 
Fabian Greulich
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Der stillgelegte Schlachthof in Tauberbischofsheim. © Fabian Greulich

Tauberbischofsheim. Im Tierschutz-Skandal um den Schlachthof in Tauberbischofsheim sind die Ermittler noch mit der Auswertung beschlagnahmter Videofilme aus dem Unternehmen beschäftigt. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Mosbach sagte, dürfte das noch einige Zeit dauern. Nach Strafanzeigen der „Soko Tierschutz“ und der Fastfoodkette McDonald’s wird gegen die Betreiberfirma und das zuständige Veterinäramt ermittelt.

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Eine vierköpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei arbeite mit Hochdruck an dem Fall. Ob die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird, ist offen. Wie der Sprecher den FN sagte, wird noch ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die Hynek Schlachthof GmbH in Tauberbischofsheim gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen, einem Lieferanten von McDonald’s. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatten die Behörden den Hof geschlossen. Zwischenzeitlich hat das Unternehmen einen Maßnahmenplan vorgelegt, um sicherzustellen, dass „zukünftig ein jederzeit vollständig tierschutzgerechter Schlachtbetrieb möglich ist“. Erst nach eingehender Prüfung werde entschieden, ob und in welchem Umfang in dem Betrieb wieder geschlachtet werden darf. In diesem Zusammenhang fand nach Informationen der FN am Dienstag ein Vorort-Termin mit Vertretern des Unternehmens sowie der Behörden statt. Das Regierungspräsidium Stuttgart bestätigte auf Nachfrage: "Vertreter des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und des Regierungspräsidiums Stuttgart waren zusammen mit Vertretern des Landratsamts Main-Tauber-Kreis im Schlachthof, um sich gemeinsam zum Umsetzungsstand der notwendigen Veränderungen zu informieren. Dabei ging es um bauliche und technische Veränderungen sowie organisatorische Festlegungen."

Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales