AdUnit Billboard
Verabschiedung - Rüdiger Paul übergibt nach 29 Jahren den Vorsitz des „Vereins für offene Psychiatrie im Main-Tauber Kreis“ an Gisela Authmann-Bopp

Entwicklung der offenen Psychiatrie stark geprägt

Lesedauer: 
Die neue Vorsitzende Gisela Authmann-Bopp überreicht das Abschiedsgeschenk an den scheidenden Vorsitzenden Rüdiger Paul. © Verein für offene Psychiatrie

Tauberbischofsheim. Bei der Mitgliederversammlung des „Vereins für offene Psychiatrie im Main-Tauber Kreis“ wurde Rüdiger Paul kürzlich als Vorsitzender verabschiedet. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das satzungsgemäße Ziel des Vereins, durch Anregung, Förderung und Betreibung von Maßnahmen und Einrichtungen dem Wohl psychisch kranker Menschen zu dienen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Rüdiger Paul hat sich zuerst von 1992 bis 2015 als Vorsitzender des Hilfsvereins „Die Brücke“ und seit 2014 im Vorstand des „Vereins für Offene Psychiatrie“ ehrenamtlich engagiert. Zu Beginn seiner Vorstandstätigkeit für den Hilfsverein „Die Brücke“ betreuten zwei Sozialpädagogen 15 seelisch kranke Menschen im ambulant betreuten Wohnen und in der daran angeschlossenen tagesstrukturierenden Beschäftigung in Tauberbischofsheim. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Bedarf nach mehr Wohnplätzen und einem niedrigschwelligen Angebot in Form einer Tagesstätte für seelisch kranke Menschen.

Durch die Zusammenlegung der beiden Vereine „Die Brücke“ und dem „Phönix Förderverein für seelisch Kranke“ 1996 in den Dachverband „Verein für offenen Psychiatrie“ konnten so wichtige Synergieeffekte geschaffen werden. Gerade durch die berufliche Profession des Rechtsanwalts leistete Paul in dieser Phase sehr wertvolle Arbeit.

Im Laufe der nächsten Jahre zeigte sich dann zunehmend, dass die Rechtsform eines Dachverbandes zwar ein Schritt in die richtige Richtung war, aber zunehmend die ehrenamtlichen Vorstände forderte. Der Dachverband war inzwischen Arbeitgeber für zehn Mitarbeiter und somit stellten sich auch immer mehr Haftungsfragen. Aus diesem Grund wurde 2004 unter zentraler Mitwirkung von Rüdiger Paul die Organisationsstruktur geändert und die VOP gemeinnützige GmbH mit einer Geschäftsführung zum 1. Januar 2007 gegründet, deren Gesellschafter die beiden Vereine der offenen Psychiatrie waren.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Dadurch wurde die reine Vorstandsarbeit deutlich entlastet. 2013 entschloss man sich dann, den nächsten folgerichtigen Schritt zu unternehmen, die beiden Grundvereine aufzulösen und einen neuen Verein zu gründen. Im Juli 2014 wurde dann der „Verein für Offene Psychiatrie im Main-Tauber Kreis“ ins Leben gerufen, dessen Vorsitzender Rüdiger Paul seitdem war.

Der Verein ist alleiniger Gesellschafter der VOP, welche sich inzwischen um rund 70 Menschen im ambulant betreuten Wohnen kümmert und zwei Tagesstätten für seelisch kranke Menschen in Tauberbischofsheim und in Bad Mergentheim unterhält. Mittlerweile sind 15 Mitarbeiterinnen beschäftigt, vorwiegend Sozialpädagogen.

Durch seine langjährige Vorstandsarbeit hat Paul die Entwicklung der offenen Psychiatrie im Main-Tauber-Kreis intensiv mitbegleitet und mitentwickelt. Dafür dankten ihm die Mitglieder. Als neue Vorsitzende wurde Gisela Authmann-Bopp gewählt, die bereits lange dem Vorstand angehört. Zudem zählen Alfred Wolfert und Gerald Hauk zu den Mitgliedern des neuen Vorstands.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1