Covid-19 - Im Main-Tauber-Kreis sind inzwischen 2560 infizierte Personen wieder genesen / Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 128,4 Ein neuer Corona-Fall bestätigt

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Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 25. Januar, 14 Uhr). © Landratsamt

Main-Tauber-Kreis. Ein neuer Fall einer Coronavirus-Infektion wurde im Main-Tauber-Kreis am Montag bestätigt. Die betroffene Person lebt im Gebiet der Stadt Boxberg, ist Kontaktperson zu einem bekannten Fall und befindet sich in häuslicher Isolation.

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Für die Kontaktpersonen der neu infizierten Person wird Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2864.

Mittlerweile sind 53 weitere und damit insgesamt 2560 Personen wieder genesen. Derzeit sind 260 Bürger aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 4, Assamstadt: 9, Bad Mergentheim: 82, Boxberg: 43 (+1), Creglingen: 3, Freudenberg: 8, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 4, Igersheim: 67, Königheim: 0, Külsheim: 5, Lauda-Königshofen: 12, Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 4, Weikersheim: 6, Werbach: 0, Wertheim: 11 und Wittighausen: 0.

Das Gesundheitsamt hat am Montag zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Gestorbenen handelt sich um eine über 85-jährige Frau, die in einem Pflegeheim lebte, sowie um einen unter 70-jährigen Mann. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 44 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 24 im Januar dieses Jahres.

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Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag, 25. Januar, bei 128,4. Eine Woche zuvor, am Montag, 18. Januar, betrug er 129,2. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (18. bis 24. Januar) je 100 000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Das Land Baden-Württemberg hat den Infektionsschutz in Alten- und Pflegeheimen verstärkt. Damit gilt eine erweiterte Testpflicht für Beschäftigte von stationären Pflegeeinrichtungen sowie eine Pflicht für die Einrichtungen, Besucher und externe Dritte zu testen. Eine entsprechende Regelung wurde in die Corona-Verordnung aufgenommen.

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Wie das Sozialministerium hierzu mitgeteilt hat, müssen vor dem Hintergrund des weiter dynamischen Infektionsgeschehens insbesondere ältere Menschen weiter bestmöglich geschützt werden, da Infektionen bei ihnen schwerer und oftmals tödlich verlaufen.

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Gerade Alten- und Pflegeheime seien Brennpunkte der Corona-Pandemie. Aus diesem Grund sei dort der Infektionsschutz verstärkt worden, damit Besuche und sozialer Kontakt auch in der Krise möglich bleiben.

Von Mitte Dezember 2020 bis Mitte Januar 2021 wurden dem Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg insgesamt 140 Ausbrüche in Pflegeheimen mit 2545 SARS-CoV-2-Infektionen und davon 190 Todesfällen übermittelt. Es gelte daher, die Bewohner von Pflegeheimen sowie das Personal weiterhin zu schützen, bis die Impfungen abgeschlossen sind. Derzeit werden Bewohner und Mitarbeiter der Pflegeheime im Landkreis durch Mobile Teams geimpft.

Die Regelung, dass Besucher und externe Personen Pflegeheime nur mit einem negativen PoC-Antigentest und zusätzlich einer Maske (FFP2/KN95) aufsuchen dürfen, bleibt bestehen. Neu ist jedoch, dass die Pflegeeinrichtungen den Besuchern und externen Personen die Durchführung der Testung anbieten müssen.

Einrichtungen, denen eine Beschaffung kurzfristig nicht möglich ist, können für dringliche Fälle PoC-Antigentests aus der Notreserve des Landes beziehen.

Testpflicht für Personal

Neu ist auch die Ausweitung der Testpflicht für das Personal. Die Beschäftigten von stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen sich drei Mal anstatt wie bislang zwei Mal pro Woche testen lassen

Lediglich bei Personen, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Einrichtung oder für die psychosoziale oder körperliche Gesundheit der Bewohner zwingend Zutritt in die Pflegeheime erhalten müssen, kann auf einen negativen PoC-Antigentest verzichtet werden, falls für den Test keine Zeit ist. Das gilt zum Beispiel für Notärzte oder Handwerker im Notfall.

Die aktuelle Fassung der Corona-Verordnung kann unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus im Abschnitt „Richtlinien und Verordnungen des Landes und des Bundes“ abgerufen werden. lra/Bild: dpa

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Auch hier wurden tausende Jungpflanzen im September und Oktober eingetopft und dann aufgezogen. „All unsere Gewächshäuser sind voll mit Pflanzen, die jetzt raus müssen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Wolfbeisz. „Da stecken ein halbes Jahr Arbeit und viel Geld drin.“ Die kurzfristige Schließung vor Weihnachten ohne Vorwarnung sei sehr problematisch gewesen. „Wir haben 300 Weihnachtssterne ausgefahren oder beispielsweise an Altenheime verschenkt“, blickt Wolfbeisz zurück. Viele Pflanzen – darunter auch hochwertige wie Orchideen – seien allerdings im Kompost gelandet. Wie auch Hauck machte der Bestenheider die Erfahrung, dass die nach dem Lockdown zunächst nur erlaubte Auslieferung von Pflanzen und später auch „Click und collect“ nur wenig gebracht haben. Enttäuscht ist er zu dem darüber, „dass es für seine Branche bislang vom Staat keine Hilfen gab.“ Nur das Arbeitsamt habe bei der Beantragung von Kurzarbeit unterstützt. Nachdem Wolfbeisz nach eigener Aussage bis Anfang der Woche „keine Nacht richtig geschlafen“ hat und es „mir noch richtig schlecht ging“, ist er nun zuversichtlich: „Wir sind gut aufgestellt“, betont er angesichts seiner vollen Gewächshäuser und dem bereits ausgearbeiteten Hygienekonzept. Vor allem auf ihre Stammkundschaft verlassen konnte sich in den vergangenen Wochen Martina Uihlein, Inhaberin des Unternehmens Uihlein Gartengestaltung in Königheim. Man habe viele Blumensträuße auf Bestellung verkauft, berichtet sie. Das sei zwar kein Vergleich zum normalen Geschäft, aber „ganz ordentlich“ gewesen. Nun warteten die Kunden darauf, ihre Frühjahrsblüher im Geschäft abholen zu können, ist sie überzeugt. Gut für die Seele „Der Einkauf in einer Gärtnerei mit ihrem besonderen Ambiente ist gut für die Seele. Hier duftet es ganz anders. Man entschleunigt, wenn man durchläuft“, ist Martina Uihlein überzeugt. Und dazu gebe es auch noch fachliche Beratung. Für den Verkaufsstart am Montag sieht sie ihr Unternehmen gut vorbereitet. „Es sind genug Setzlinge verfügbar“, egal ob Frühgemüse wie Salat und Kohlrabi oder Kräuter. Über die Bestellung von Blumensträußen hat sich während des Lockdowns auch Dragana Scheuermann, Inhaberin des gleichnamigen Garten-Centers in Tauberbischofsheim, gefreut. Jedoch fehlte die Laufkundschaft, „die spontan etwas kauft“. Generell sei es ein anderes Gefühl, wenn die Kundschaft in den Laden komme und nicht nur kurz etwas abhole. Große Auswahl „Die Leute sind vorsichtig und halten sich an die Regeln“, hat Scheuermann vor dem Lockdown in ihrem Geschäft festgestellt. Nun freue sich jeder, wenn der Frühling kommt und wieder vor Ort eingekauft werden dürfe. „Die Auswahl ist da“, versichert sie angesichts der zum Teil in der firmeneigenen Baumschule selbst gezogenen Pflanzen. Und auch Topfpflanzen und Schnittblumen seien in ausreichender Menge geliefert worden. 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    14 neue Fälle einer Covid-19-Infektion wurden am Freitag im Main-Tauber-Kreis bestätigt. Der Inzidenzwert lag bei 47,6. Main-Tauber-Kreis. 14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigte das Gesundheitsamt am Freitag für den Main-Tauber-Kreis. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sieben Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens elf Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Zwölf Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, zwei Personen werden stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3207. Das Gesundheitsamt hat am Freitag einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 70 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 65 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 45 im Jahr 2021. Mittlerweile sind vier weitere und damit insgesamt 3033 Personen wieder genesen. Derzeit sind 109 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 14 (+2), Boxberg: 8, Creglingen: 6 (+1), Freudenberg: 16 (+2), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 1, Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 14 (+5), Tauberbischofsheim: 5, Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 23 (+1) und Wittighausen: 4. Sieben-Tage-Inzidenz bei 47,6 Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag bei 47,6. Eine Woche zuvor, am Freitag, 19. Februar, lag er bei 46,8. Nach Abschluss einer Flächentestung konnte die Quarantäne für die MCC Seniorenresidenz Wertheim aufgehoben werden. Ebenfalls aufgehoben werden konnte die Quarantäne für einen Wohnbereich des Otto-Rauch-Stifts in Freudenberg. Hier verbleiben einzelne Bewohner in Quarantäne auf ihren Zimmern. Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei 31 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige. Mehr Impfungen im KIZ Mit einer positiven Nachricht startet das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim (KIZ) in die neue Woche: „Es geht endlich deutlich aufwärts, was die Impfstoffversorgung und die Zahl der Impfangebote im KIZ betrifft“, freut sich Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona im Landratsamt. Aufgrund der ganz aktuell zugesagten Impfstofflieferungen durch das Land Baden-Württemberg rechnet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis damit, ab dem kommenden Monat deutlich mehr Menschen impfen zu können als bislang. Voraussichtlich ab Mitte März sind pro Woche rund 1000 Impfungen mit dem Impfstoff von BionTech/Pfizer und rund 1500 Impfungen mit AstraZeneca avisiert. Die Impfungen im KIZ werden daher ab März nochmals deutlich ausgeweitet, weshalb die Öffnungszeiten verlängert werden und nun in den nächsten Tagen sukzessive auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt wird. Seit Beginn dieser Woche können sich auch bestimmte Personengruppen der Priorität 2 impfen lassen. Sie erhalten, sofern keine Kontraindikationen bestehen, den Impfstoff von AstraZeneca. Die Öffnung gilt somit nur für Personen unter 65 Jahren. Dies umfasst insbesondere: Personen mit Trisomie 21; Personal mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, auch Teststellen; Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung; Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung; Lehrer/-innen und Erzieher/-innen. Weitere Informationen hat das Land Baden-Württemberg unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/ zusammengestellt. In diesem Zusammenhang weist der Leiter des Kreisimpfzentrums, Dietmar Freidhof, darauf hin, dass die Anmeldemöglichkeiten durch das Land vorgegeben sind und seitens der Landkreisverwaltung nicht geändert werden können. Sie stehen, wie für allen anderen baden-württembergischen Kreisimpfzentren auch, ausschließlich online unter www.impfterminservice.de bzw. unter der Hotline 116 117. „Gerade ältere Menschen über 80 Jahre benötigen hierbei regelmäßig Hilfe, beispielsweise durch jüngere Verwandte und Bekannte. Auch wir würden uns wünschen, dass es insbesondere für den Personenkreis der Menschen über 80 einfachere Möglichkeiten gibt“, sagt Freidhof. Er rechne damit, dass durch die nun zugesagten erhöhten Impfstofflieferungen eine weitere grundsätzliche Entspannung der Lage eintrete. AstraZeneca wirksamer Impfstoff „Wir wissen natürlich um die Vorbehalte gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff aufgrund der aktuellen Berichterstattung“, sagt Dietmar Freidhof. „Aus medizinischer Sicht ist der Impfstoff bei einer guten Wirksamkeit gegen den aktuell in Deutschland vorherrschenden Virustyp als sicher anwendbar zu bewerten.“ Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von AstraZeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: Der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassene Impfstoff von AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil: Auch dieser Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit, um schwere Erkrankungen bei einer Infektion mit Sars-CoV 2 zu verhindern. lra/Bild: dpa

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