Hallenbelegung im Stadtgebiet - Versammlung der betroffenen Vereine in der Alten Füllerei in Distelhausen / Arbeitskreis soll neues Konzept ausarbeiten Die Kapazitäten effektiv ausnutzen

Von 
Harald Fingerhut
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Tauberbischofsheim. Das Problem brennt schon länger auf den Nägeln. Der Wunsch nach Belegzeiten in den Hallen im Stadtgebiet von Tauberbischofsheim ist groß. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation noch verschärft. Um so ärgerlicher wären unnötige Leerstände.

Derzeit sind die Hallen für Vereine tabu. © Thomas Nuss
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Der größte Verein und gleichzeitig auch größte Hallennutzer der Stadt, der TSV Tauberbischofsheim, hatte deshalb sämtliche Sportvereine, die über größere Hallennutzungskontingente verfügen, sowie weitere Vereine und Vertreter der Stadt eingeladen, um in einem offenen Format die derzeitige Belegung von Hallenzeiten zu besprechen.

Große Resonanz bei Vereinen

„Wir sind überwältigt von der großen Resonanz“, sagt der zweite Vorsitzende des TSV, Niklas Uftring, im Gespräch mit den FN. „34 Vertreter von rund 6000 Sportlern und anderweitigen Nutzern von Hallen und Räumen sind gekommen.“ Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Alexander Geuking, präsentierte der zweite Vorsitzende Niklas Uftring und der erste Beisitzer Thomas Nuss, das von Nuss maßgeblich entworfene Konzept für eine Neugestaltung der Hallenbelegungen.

Das vorgestellte Konzept wurde als erster Vorschlag zur Vergabe von Hallennutzungszeiten erarbeitet. Es wird in einem Arbeitskreis, der zwischen dem TSV Tauberbischofsheim, dem TV Dittigheim sowie den Bischemer Kröten gebildet wurde, in den nächsten Wochen verfeinert und weiter ausgearbeitet. „Ziel ist es, ein Konzept zur Nutzung der vorhandenen Hallen im Stadtgebiet Tauberbischofsheim bis spätestens Kalenderwoch 44, also vor den Herbstferien, an die Stadtverwaltung als Vorschlag zur Neuregelung der Hallennutzungszeiten für den Vereinssport zu übergeben und somit eine Verbesserung der Situation herbeizuführen“, erklärt Thomas Nuss. „Wir wollen nach Möglichkeit das neue Konzept nach den Herbstferien umsetzen.“ Dann würden nämlich auch die Sparten, die in den Sommermonaten im Freien trainieren, die Hallen nutzen.

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Gerade der TSV wächst und sucht dringend mehr Raum, zudem schmerzt der immer wieder auftretende Ausfall von Hallen massiv. So wird momentan die Halle an der Gewerbeschule saniert. Auch andere Vereine in der Stadt sind auf diese Weise schnell betroffen.

Faire Nutzung der Kapazitäten

Daher will man zukünftig mit der Stadt in enger Abstimmung mit allen Nutzern regelmäßigen Austausch anregen und eine bessere und fairere Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten erreichen.

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Dieses Thema erhält durch die Corona-Pandemie ein Vielfaches an Tragweite. Vor allem die in der letzten Woche erlassene neue Verordnung zur Nutzung von Schulsport-Hallen für außerschulische Aktivitäten und die damit verbundene Schließung der meisten Hallen in der Stadt, sorgte für regelrechtes Entsetzen bei einigen Abteilungsvorständen.

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Die auch anwesende Bürgermeisterin Anette Schmidt verwies auf die noch ungeklärte Formulierung über das Thema der Reinigung im Text der Verordnung. Hier müsse Stuttgart nachbessern. Bis auf Weiteres müsse man auf eine Klärung durch das Kultusministerium warten.

Aber auch ohne diesen Aspekt, wächst durch Corona der Raumbedarf: Gruppen müssen verkleinert werden beziehungsweise im Mehrschicht-Betrieb betreut werden. Zudem sind große Zusammenkünfte, etwa für Gruppenleiterbesprechungen, in den angestammten Räumen nicht möglich, da ebenso zu klein.

In der Hoffnung, bald wieder einen geregelteren Sportbetrieb durchführen zu können, will der TSV zusammen mit Vertretern anderer Vereine und der Stadt, in Kürze erste Schritte einleiten, um jedem Verein und jeder Abteilung optimale zeitliche und räumliche Möglichkeiten zu bieten.

Ein Unterlaufen jeglicher Corona-Verordnung müsse allerdings klar bekämpft werden, so Nuss.

Der Einladung folgten zudem auch Vertreter der Badischen Sportjugend sowie Verbandsvertreter des Sportkreises.

„Der TSV Tauberbischofsheim freut sich, dass die Veranstaltung so erfolgreich verlaufen und harmonisch durchgeführt wurde“, sagt Niklas Uftring zufrieden. „Es war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.“

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter der Main-Tauber-Kreis-Redaktion, Schwerpunkte auf den Kommunen Königheim und Tauberbischofsheim.