Corona-Kolumne: Wetter ist gut für das Klima

Fabian Greulich zum Familienleben während der Corona-Krise

Von 
Fabian Greulich
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Aufstehen, Klamotten an, Zähne putzen, Treppe runter, Frühstück, rein in Schuhe und Jacke, Terrassentür auf, Kinder raus . . . Läuft.

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Okay, das war jetzt sehr komprimiert. Was ich damit sagen will, ist, dass unsere lieben Kleinen derzeit schon vormittags raus in den Garten können. In Zeiten der Corona-Krise ist das ein wahrer Segen.

Es ist ein großes Glück, dass uns dieser Frühling bislang reichlich Sonne und sommerliche Temperaturen beschert. Dieser April macht nicht, was er will. Er macht, was wir wollen: schönes Wetter.

Liebe Eltern, stellen sie sich einfach mal vor – nur kurz – es würde seit Wochen regnen, stürmen oder schneien. Womöglich bei eisigen Temperaturen. Denken Sie an so richtig schönes Schmuddelwetter. Hatten wir alles schon um diese Zeit.

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Und dann stellen Sie sich vor – nur ganz kurz – wie die letzten Wochen bei Ihnen zuhause abgelaufen wären. Ganz ohne Spielen im Garten und Buddeln im Sandkasten, ohne Spaziergänge im Wald, ohne Rad- oder Roller fahren, ohne Wärme, ohne Sonnenlicht. Also ich bekomme da spontan eine Gänsehaut.

Nein, es ist Glück im Unglück, dass wir während der Corona-Krise, die uns allen jeden Tag so viel abverlangt, wenigstens schönes Wetter haben. Bisher.

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Hoffen wir, dass das noch eine Weile so anhält, auch wenn es laut Meteorologen schon wieder viel zu trocken ist, die Landwirte sorgenvoll auf ihre Ackerflächen blicken und die Waldbrandgefahr täglich steigt.

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„Es kann ja nachts regnen, solange tagsüber die Sonne scheint“, präsentiert mein Sohn eine Lösung, mit der sicher alle ganz gut leben könnten. Leider kann man sich das nicht aussuchen. „Den einen oder anderen ordentlichen Regenguss oder -tag würden wir, der Vegetation und der Landwirtschaft zuliebe, natürlich gerne in Kauf nehmen“, antworte ich. „Denn ohne Wasser wächst nichts. Und wenn nichts wächst, haben die Bauern keine gute Ernte. Ohne gute Ernte gibt es kein Getreide. Ohne Getreide kein Mehl. Ohne Mehl kein Brot. Das wäre schlecht“, nutze ich die Gelegenheit zu einer kurzen Homeschooling-Einheit für die Kinder.

Als Corona-geplagte Eltern bleiben meine Frau und ich aber dabei: Das sommerliche Wetter ist einfach gut für das Klima – das Familienklima.

Liebe Eltern, liebe Kinder, bleibt gesund und fröhlich.

Glück auf!

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Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales